
|
Erzbischof Markus Sitticus (* Hohenems 1574, EB Salzburg 1612, + ebd. 1619) steht im Schatten seines Vorgängers Wolf Dietrich und seines Nachfolgers Paris Lodron. Doch war es Marcus Sitticus, der den neuen, barocken Dom errichten ließ und der Salzburg aus dem beginnenden Dreißigjährigen Krieg heraus hielt. |
|
Das Dommuseum zeigt Kunstschätze aus dem Dom und aus den Kirchen der Erzdiözese Salzburg. Das Museum ist in den Emporenräumen des Domes untergebracht, die schon an sich den Besuch lohnen. Denn diese früher teilweise als Kapellen genutzten Räume haben ihren barocken Dekor bewahrt und bieten ungewöhnliche Ausblicke auf die Stadt und in den Dom. Unter den Kunstschätzen sind vor allem Goldschmiedewerke, Textilien, Skulpturen und Gemälde des Mittelalters und des Barock zu nennen. Zu den Hauptsehenswürdigkeiten zählen das Rupertuskreuz aus dem 8. Jahrhundert, die Hostientaube aus Limoges, die Pretiosenmonstranz sowie Gemälde Paul Trogers und Reliefs Georg Raffael Donners. |
|
Die Kunst- und Wunderkammer zeigt in einem barocken Ambiente Objekte aus der Natur und Werke der Kunst: ausgestopfte Tiere, Fossilien, wissenschaftliche Geräte, Bergkristallschleifarbeiten u.a.m. Sie entstand in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Nach dem Ende des alten Erzstiftes wurde die Sammlung zerstreut, nur die Schränke blieben zurück. 1974 wurde sie im Sinne eines barocken Kuriositätenkabinetts rekonstruiert. |
|
Die "Lange Galerie" wurde 1657-1661 errichtet. Bis zum Ende des Erzstifts diente sie als Gemäldegalerie der Erzbischöfe. 1819 wurde der Raum der Abtei St. Peter übertragen. Nach einer grundlegenden Renovierung zeigt St. Peter hier nun 17 großformatige, religiöse Gemälde aus den Sammlungen. Der eindrucksvolle, 70 m lange Gang ist vom Dommuseum aus zugänglich. |
------------------------------