Die umfangreichen Manuskripte des P. Augustin Jungwirth sind eine wertvolle Quelle für die campanologische Forschung.

Bedingt durch seinen frühen Tod im Jahr 1942 und die ungünstigen politischen Begleitumstände – in dieser Zeit wurden fast alle Glocken für Rüstungszwecke abgenommen–, sind die Schriften Jungwirths nie über das Entwurfsstadium hinaus gediehen. Mit der Reihe „Glockengedächtnis“ ist es nun gelungen, diese Unterlagen zumindest für die drei Bundesländer Salzburg, Tirol und Vorarlberg zu vervollständigen und mit einem zeitlichen Abstand von über 70 Jahren der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Zusammen mit den bereits andernorts vorgelegten Daten der Glocken, die nach dem Zweiten Weltkrieg gegossen wurden, lassen sich damit für diese drei Bundesländer Informationen zu sämtlichen Glocken abrufen, für die archivalische Belege erhalten sind.

Darüber hinaus bieten die Bücher eine statistische Auswertung des verzeichneten Bestandes, eine kurze Geschichte der Glockengießer und der Zerstörungsgeschichte. Auf diese Weise geben sie einen lebendigen Einblick in einen Bereich der Kunst-, Musik- und Religionsgeschichte, der normalerweise weitgehend übersehen wird und in verschiedenen Kirchtürmen verborgen bleibt.


Die beiden Publikationen Glockengedächtnis. Die Glockenkunde des P. Augustin Jungwirth – Tirol, bearb. v. Josef Kral, und Glockengedächtnis. Die Glockenkunde des P. Augustin Jungwirth – Vorarlberg, bearb. v. Michael Fliri, sind als Bde. 21 und 22 in der Schriftenreihe des Archivs der Erzdiözese Salzburg beim Journal Verlag in Lienz erschienen. Sie können zum Preis von EUR 49,90 bzw. EUR 42,- über den Buchhandel oder im Archiv der Erzdiözese Salzburg bzw. dem Diözesanarchiv Feldkirch erworben werden.

 

 

 

Zurück
Top