Am 4. Mai 2018 steht bei einem Symposium des Archivs der Erzdiözese und der Universität Salzburg diese für Salzburg bedeutende Bulle im Mittelpunkt.

Nach dem Ende des Erzstiftes Salzburg 1803 verloren die Erzbischöfe nicht nur ihre weltliche Macht. In den folgenden Jahrzehnten waren sogar der Fortbestand der Erzdiözese und ihre Einheit in Gefahr. Lediglich der Beharrlichkeit von Erzbischof Hieronymus Graf Colloredo (1732–1812), des letzten regierenden geistlichen Landesfürsten, wie auch kirchen- und staatspolitischen Überlegungen war es zu verdanken, dass eines der ältesten (Erz)Bistümer nicht dem Erzbistum Wien unterstellt wurde, wie es der Wunsch von Kaiser Franz II./I. war. In den langen Jahren der Ungewissheit nach Colloredos Tod wurde die Erzdiözese Salzburg lediglich durch zwei Administratoren verwaltet. Mit der päpstlichen Circumskriptionsbulle „Ex imposito“, die eigentlich die kirchlichen Zuständigkeiten in Tirol und Vorarlberg regeln sollte, gelang eine erste Bestätigung als Metropolitansitz. Gemeinsam mit der im Jahr 1825 ausgestellten Bulle „Ubi primum“ gilt „Ex imposito“ als Markstein zum Weiterbestand des Erzbistums in neu festgelegten Grenzen und neuen administrativen Verantwortlichkeiten. Die Bedeutung der Bulle im zeitlichen Kontext des 19. Jahrhunderts, die sich hieraus ergebenden Konsequenzen bis in die Gegenwart, aber auch die Bedeutung von „Grenzen“ und Grenzziehungen für die kirchliche Pastoral im 21. Jahrhundert stehen im Mittelpunkt dieser Tagung, die am 4. Mai 2018 vom Archiv der Erzdiözese Salzburg und dem Fachbereich Bibelwissenschaft und Kirchengeschichte der Universität Salzburg veranstaltet wird.

Wann? >> 4. Mai 2018
Wo? >> Universität Salzburg – Katholisch-Theologische Fakultät – Hörsaal 101 (Universitätsplatz 1, 5020 Salzburg)

Den Programmfolder finden Sie hier.

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