Bewegung für eine bessere Welt -- Bewegung, Esercitazioni, Promotoren, Ziele, Angebote, Veranstaltungen, Adressen; Inhalt
Die Ziele
 

Ziel der Promotorengruppe

Wenn wir das Wort „Welt“ verwenden, verstehen wir darunter das, was das Konzil beschrieben hat als „die ganze Menschheitsfamilie mit der Gesamtheit der Wirklichkeiten, in denen sie lebt“.

Wenn wir sagen, daß wir eine „bessere“ Welt möchten, dann meinen wir damit eine immer bessere Erfüllung der Berufung der Menschen und der ganzen Menschheit zur Gemeinschaft mit Gott und zur Geschwisterlichkeit untereinander.

Wenn wir den Ausdruck „Bewegung für eine bessere Welt“ gebrauchen, meinen wir damit „eine Kraft, die zum Guten hin verändert und dort beginnt, wo wir gerade stehen“. Mit anderen Worten: immer nach dem Besseren suchen. In Bewegung sein bedeutet einerseits ein ständiges Loslassen und Mobilsein, andererseits bedeutet es Suche, Hoffnung, Kreativität und Offenheit.

Bewegung in diesem Sinn zu fördern heißt also nicht, eine neue Organisation aufzubauen, sondern vielmehr: aufzuwecken, anzustoßen und zu motivieren, zu verunsichern und so eine ständige Unruhe auf Bekehrung hin zu wecken. Mit der Kirche verstehen wir diese Erneuerung als ein Zusammenwirken von drei Teilkräften, nämlich: Bewußtwerden, freie Zustimmung und entsprechendes Handeln. Ein anderes Wort dafür ist Metanoia (Um- und Hinkehr zu Gott).

Mit anderen Worten: wir sehen unsere Aufgabe darin, an einer immer weitergehenden Verwirklichung des Reiches Gottes mitzuarbeiten, damit die Fülle des Lebens für immer mehr Menschen erfahrbar wird.

Unsere Bezeichnung „Promotorengruppe der Bewegung für eine bessere Welt“ will zum Ausdruck bringen, wie wir unsere Arbeit verstehen. Mit einem bildlichen Vergleich kann man dieses Selbstverständnis etwa so erklären: 

Wenn die „Bewegung für eine bessere Welt“ einem Feuer gleicht, so sind die Promotoren diejenigen, die neues Holz ins Feuer legen, um es zu schüren. 
 

Unsere inhaltlichen Schwerpunkte:

Kirche als Gemeinschaft der an Christus Glaubenden (Communio)

Das Ziel der ständigen Erneuerung unserer Kirche ist es, daß sie immer mehr eine Haltung des Dialoges und der Dienstbereitschaft für die Menschen einnimmt. Alle Menschen sollen in ihren Beziehungen und sozialen Strukturen die menschliche Gemeinschaft immer besser nach den Forderungen des Evangeli-ums verwirklichen. Die Aufgabe jeder Kirche ist es, in allen Bereichen des Lebens immer mehr eine „bessere Welt“ zu schaffen, und dies wird ihr nur gelingen, wenn sie selbst immer mehr in Liebe geeint sein wird. (vgl. Joh 17,21) 
Reich Gottes (Der Unterschied zwischen Kirche und Reich Gottes)

Wo gemäß den Forderungen Jesu das Reich Gottes verkündet und geglaubt wird und wo die Menschen es in seiner Nachfolge zu realisieren versuchen, da ist Kirche im weitesten Sinne – die Gemeinschaft aller Menschen guten Willens, die sich von Christus berufen weiß und sich zu ihm als Herrn bekennt. Sie begegnet ihm im Gedächtnis seines Todes und seiner Auferstehung und wird dazu aufgerufen, das in Jesus angebrochene Reich Gottes zu bezeugen und zu erhoffen. Unsere Kirche kann dann Zeichen der Hoffnung für die Menschen sein, wenn sie die Gegenwart kritisch in Frage stellt und radikal und umfassend für die Anliegen der Menschen eintritt, d.h. für menschliche Gerechtigkeit, Friede und Versöhnung. 
Zeichen der Zeit

Papst Johannes XXIII. hat zur Zeit der Einberufung des II. Vatikanischen Konzils auf dieselbe Formel zurückgegriffen und die Kirche ermahnt, in den Ereignissen den Hinweis auf die Möglichkeit zu erblicken, für die Menschen bessere Lebensbedingungen und zugleich für die Verkündigung des Evangeliums günstige Voraussetzungen zu schaffen. Derselbe Papst ging in seiner Enzyklika „Pacem in terris“ (1963) auf das Thema der Zeichen der Zeit ein und legte deren Bedeutung ausführlich dar.


Papst Paul VI. greift in seiner ersten Enzyklika „Ecclesiam suam“ denselben Ausdruck wieder auf: „Die Erneuerung der Kirche setzt die Beachtung der Zeichen der Zeit und die Bereitschaft voraus, die guten Ansätze zu nützen, die in jeder Epoche und in jeder Situation zu finden sind.“


 

Der Dialog
Die Triebkraft des Dialogs ist die Liebe.

Pater Lombardi: „Das Konzil erkannte die Bedeutung des Dialogs für die Gemeinschaft. Durch ihn entfaltet sich nicht nur der Einzelne, sondern mehr noch die Gemeinschaft. Deshalb ist er das Hauptmittel der Erneuerung der Kirche. In allen Konzilsdokumenten ist von ihm die Rede.“

Wo immer der Dialog zwischen Menschen stattfindet, setzt er die Erkenntnis voraus, daß wir arm sind und von jenen Bereicherung erfahren, mit denen wir den Dialog führen. Deshalb ist der Dialog niemals überheblich, verwundet und beleidigt nicht, vermeidet jede Ausübung von Druck, ist geduldig und großzügig. Seine Kraft liegt in der Wahrheit, die er darlegt, in der Liebe, die er ausstrahlt, im Beispiel, das er gibt.

Der Dialog des Heiles muß ohne Unterschied an alle Menschen gerichtet werden. Wir haben kein Recht, irgend jemanden auszuschließen, ihn von vornherein zu übergehen.

I
Dialog heißt, ohne Rückhalt füreinander offen zu sein. 
 

Die Pfarrgemeinde
Unser Ziel ist die Einbeziehung aller getauften Katholiken.

Unser Ziel ist die Einbeziehung aller getauften Katholiken. Dies gilt auch für die sogenannten „Fernstehenden“. Es ist unsere Überzeugung, daß der Heilige Geist in allen Menschen wirkt, um sie durch die frohe Botschaft zur „Fülle des Lebens“ zu führen. Der Anfang des Johannesevangeliums erinnert daran, daß das Wort die Quelle des Lebens ist und daß dieses Leben Licht für alle Menschen sein soll. 

Siehe auch: Pfarrerneuerungsprojekt der "Bewegung für eine bessere Welt":
Ein neues Bild der Pfarre - New Image of Parish

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Zuletzt geändert: Mittwoch, 5. April 2006