- Fortschritt und Wunder?

In einem Profil-Artikel über den medizinischen Fortschritt der Zeit lese ich: "Früher haben sich gläubige Menschen so etwas höchstens vom Himmel erwartet, heute macht es die moderne Medizin. Schritt für Schritt verwirklicht sie die alten Menschheitsträume aus der christlichen Mythologie." Typisch – bestens bezeugte Fakten ordnet man der "Mythologie" zu, weil es des Autors simple Weltsicht nicht aushält zuzugeben, daß es Dinge gibt, die er nicht erklären kann. Intellektuell redlich wäre es zu sagen: "Da ich nicht an Gott glaube, kann es kein Wunder Gottes sein. Aber tatsächlich, das, was sich z.B. in Lourdes ereignet hat, ist unerklärlich..." – aber nicht, verehrter Autor, "Mythologie". Übrigens listet das berühmte Buch von W. Schamoni "Wunder sind Tatsachen" die Dokumentation von etlichen anderen Wundern in der Kirchengeschichte auf. Viel Glück bei der Erklärung als "Mythologie", meine lieben Herrn und Damen Atheisten! Aber man weiß ja: Gegen Vorurteile gibt es kein Mittel, schon gar nicht den Verstand.