Heiteres

 

Lieber Benützer meiner Homepage, die folgenden Witze sollen dich erheitern – aber ich hoffe, es gelingt mir, vor allem tiefsinnige Geschichten zu finden. Witze, die man sogar in der Predigt benützen kann . . . Andere sind einfach nur zum Lachen! Also statt der großen Worte ein paar kleine Witze . . .

Eine Leserin hat mir heitere Geschichten von Heiligen geschickt. Die passen auch hierher –Sie finden sie hier im 2. Teil unter dem Titel "Lachende Heilige und Heilige zum Lachen"

Der Professor

Enttäuscht schaut der Herr Professor durch das Fenster der Almhütte in die verregnete Landschaft. Die Berge, auf die er gehen wollte, sind verhangen, er sieht nur weidende Kühe: "Diese Kühe machen mich nervös!", sagt er zu seiner Frau. Sie ist erstaunt: Es gibt doch nichts Beruhigenderes als diese wiederkäuenden Tiere? Daraufhin er: "Aber sie fressen so unsystematisch!"

Diese Geschichte erzählte mir seine Frau. Sie hat keinen religiösen Hintergrund, aber ich finde, sie ist so köstlich, dassich sie hier anführen wollte.

Die katholische Haltung zur Sünde

Ein Mann hat im Zorn seine Frau ermordet. Er bleibt unentdeckt, und doch schlägt ihn furchtbar das Gewissen und die Gewissensbisse treiben ihn unbarmherzig vor sich her. So sucht er Trost und Hilfe und wendet sich dabei an einen Rabbi. "Rabbi, helfen Sie mir, ich habe gemordet!" Der Rabbi weicht erschrocken zurück und fährt den Mann scharf an: "Schwer ist Deine Sünde, und sie fordert Rache und Vergeltung. Ich kann Dir nicht helfen, denn es heißt ‚Aug um Aug, Zahn um Zahn'"

Ungetröstet stürzt der Mann davon. Der nächste, an den er sich wendet ist ein Guru, einer der eingeweiht ist in die esoterischen Lehren: "Großer Meister, helfen Sie mir, ich habe gemordet!" Der große Guru unterbricht nur widerwillig seine Meditation und spricht dann salbungsvoll die weisen Worte: "Mein Sohn, alles Leben ist Schein. Es gibt weder gut noch böse. Durchschaue den Schein und lassdich von Deinen Taten nicht beunruhigen, auch sie sind nur Schein! Meditiere und erkenne dich selbst."

Nun, jedenfalls geht der Mann ungetröstet weg. Schließlich landet er vor einem Beichtstuhl. Es brennt Licht, in seiner Unrast, geht der Mann hinein und kniet nieder. Angstvoll stammelt er: "Bitte helfen Sie mir. Ich habe gemordet!" Einen Augenblick ist es ganz still hinter dem Gitter des Beichtstuhls, man hört, wie der Priester schluckt. - Dann tönt seine sanfte, gütige Stimme aus der Finsternis des Beichtstuhls: "Wie oft, mein Sohn?"

Diese Geschichte verdanke ich P. Karl Wallner vom Stift Heiligenkreuz. Sie veranschaulicht treffend die Haltung der Kirche – P. Wallner: "Wo die Sünde nicht eingestanden wird, da muss die Kirche mahnen und warnen. Wo die Sünde erkannt und bekannt wird, da ändert sich das Verhalten der Kirche völlig: da wird sie zur barmherzigen Mutter, die tröstet, verzeiht und aufrichtet."

Der gläubige Thomas

Von Thomas von Aquin, dem großen Kirchenlehrer des Mittelalters, wird erzählt, es sei leicht gewesen, ihm einen Bären aufzubinden, und so habe ein Mitbruder ihn überrascht, indem er plötzlich zum Himmel zeigte und rief: "Schau, da fliegt ein Ochse!" Thomas drehte den Kopf in die angegebene Richtung und schaute, aber sein Mitbruder lachte: "Wie kannst Du nur glauben, dass ein Ochse wirklich fliegt?" Thomas aber antwortete: "Mein Freund, ich glaube eher, dass ein Ochse fliegen kann, als dass ein Mitbruder mich in die Irre führt."

Diesen Witz verwende ich gerne, um die zwei Bedeutungen des "Glaubens" zu erklären: "Glauben" im Sinne eines Wahrscheinlichkeits-Urteils bezüglich einer Sache, die man nicht wirklich weiß, sondern nur ungefähr einschätzen kann; "Glauben" an eine Wahrheit auf Grund dessen, der sie bezeugt: "Ich glaube dir, dass . . ."

Das Geheimnis der Frau

Aus irgendeinem (bösen) Grund hatte sich der Teufel verpflichtet, einem Mann einen Dienst zu erweisen. Er prahlte: "Wünsch dir nur, was immer du willst, ich bin mächtig . . !" Darauf der Mann: "Bau mir eine Autobahn von Wien nach New York." Aber das war dem Teufel dann doch zuviel und er forderte den Mann auf, einen zweiten, anderen Wunsch zu äußern. Darauf dieser: "Mach, dass ich eine Frau wirklich verstehen kann." Der Teufel wurde unruhig, kratzte sich am Kopf und meinte dann beflissen: "Nun, wie viele Fahrbahnen soll sie eigentlich haben, deine Autobahn?"

Ich habe diesen Witz bei Frauen getestet, und alle haben herzlich gelacht - also darf ich ihn erzählen . . .

Das wunderbare Telefon

Ein Rabbi kommt nach New York und besucht seinen amerikanischen Freund. Dieser erzählt ihm strahlend: "Wir Amerikaner, wir haben jetzt ein Telefon, da kannst du mit Gott selbst sprechen. Bediene dich, aber bitte nicht zu lang, es kostet jede Minute ein Vermögen...." Nach einiger Zeit macht der Amerikaner seinen Gegenbesuch in Jerusalem. Inzwischen hat auch der Rabbi ein solches Telefon und auch er lädt den Freund ein, mit Gott zu reden. Aber der winkt ab: Ich weiß und ich gratuliere, aber ich will es lieber nicht tun, ich weiß ja, was das kostet. Darauf der Rabbi: "Rede nur, bei uns ist das ein Ortsgespräch."

Den Witz verdanke ich dem Wiener Oberrabbiner Chaim Eisenberg und ich habe ihn schon dem Papst selbst erzählt – der einzige Witz, den ich bei ihm zu erzählen wagte!)

Der neue Mensch

Seufzend sagt der Bischof zu einem Pfarrer, der leider trinkt: "Lieber Bruder, geh in dich, leg den alten Menschen ab und zieh den Neuen an, wie Paulus mahnt!" Einige Zeit später trifft er den armen Pfarrer wieder, aber der hat schon wieder eine Fahne. Der Bischof runzelt die Stirne: "Hast du nicht getan, was ich dir gesagt habe?" Aber der Pfarrer erwidert: "Doch, Herr Bischof, nur leider – der neue Mensch trinkt auch!"

Diesen Witz verdanke ich unserem Erzbischof Dr. Georg Eder!

Die Firmung

Zwei Pfarrer treffen sich, und der eine klagt: "Meine Kirche ist frisch renoviert, aber die Tauben verschmutzen sie. Ich habe alles probiert, sie kommen immer wieder zurück!" Der andere lächelt verschmitzt: "Bei mir nicht mehr!" "Wieso, was hast du gemacht?", fragt der erste, und bekommt die Antwort: "Ich habe alle firmen lassen – und seit her sind sie nie mehr in die Kirche gekommen..."

Die Antwort des Psychotherapeuten

Ein Mann blickt ratlos um sich. Er muss zum Bahnhof, aber er kennt den Weg nicht. So wendet er sich an einen Passanten, der, wie es der Zufall will, ein Psychotherapeut ist: "Entschuldigen Sie, bitte, können Sie mir sagen, wo der Bahnhof ist?" Der Psychotherapeut schaut ihn nachdenklich an, zuckt die Schulter und sagt: "Nein, ich weiß es auch nicht, aber es ist gut, dass wir über Ihr Problem geredet haben."

Der Chauffeur und der Papst

Der Papst ist in Amerika und fährt mit seinem Chauffeur auf der Autobahn durch einsame Gegenden. "Mein Sohn", sagt er zum Chauffeur, "ich bin der Papst und man lässt mich nichts mehr machen. Einmal in meinem Leben möchte ich noch selbst Auto fahren. Wechseln wir Platz!"

Gesagt, getan, der Papst fährt – aber leider zu schnell, ein Polizeiauto fährt vor und stoppt ihn. Der Polizist sieht den ertappten Verkehrssünder, wird blass und ruft seinen Chef an:

"Was soll ich tun?" "Strafen natürlich", lautet die barsche Antwort. "Aber nein, das geht nicht, es ist eine hohe Persönlichkeit . . .!" Der Chef stutzt: "Wer soll es denn sein? Strafen – es wird schon nicht der Gouverneur sein . . ." Der Polizist: "Der Gouverneur? Viel höher!" Darauf wieder der Chef: "Lächerlich, das wäre ja der Präsident der Vereinigten Staaten . . ." "Nein", unterbricht ihn der Beamte, "viel höher!" "Machen Sie keine dummen Witze und sagen Sie mir endlich: Wer ist es?" Darauf der Polizist: "Ich weiß es auch nicht, aber der Papst ist sein Chauffeur!"

Der Weihbischof und der Koadjutor mit Nachfolgerecht
(ein Witz für Kirchen-Insider...)

Was ist der Unterschied zwischen einem Weihbischof und einem Koadjutor? In der Früh fragt der Weihbischof seinen Bischof: "Exzellenz, was kann ich heute für Sie tun?" Der Koadjutor stellt eine andere Frage: "Exzellenz, wie geht es Ihnen heute?"

Diesen Witz erzählte mir ein anderer Bischof, der zu meiner Rechten saß, während wir, buchstäblich eine Reihe von Bischöfen, auf den Papst warteten. Ich lachte, erzählte ihn gleich meinem Nachbarn. Der lachte auch, drehte sich hinüber und erzählte ihn weiter . . . Und so wanderte der Witz und das Lachen bis ans Ende der Reihe auf der anderen Seite . . . bis dann endlich der Papst erschien!

Die Kreuzesabnahme

Als der fromme Herr das hohe Amt übernahm, seufzte er gottergeben: "Eine wahre Kreuzigung!" Die Jahre vergingen, und als er sein Amt abgeben sollte – siehe da, er wollte nicht recht. Kommentar eines Beobachters: "Erst sagen sie, das Amt sei eine Kreuzigung, aber merkwürdig, bei der Kreuzesabnahme will dann keiner mehr so recht . . ."

Den Witz verdanke ich Prälat Prof. Hörmann, meinem früheren Chef an der Universität Wien. Er erzählte mir ihn anlässlich eines Rektorenwechsels.

Der Guru

Die alte Jüdin will unbedingt nach Indien zum berühmten Guru Sai Ula. Alle Mitglieder ihrer Familie raten ihr ab, aber sie besteht darauf: Sie fährt zum Guru!

Schließlich ist es so weit, sie landet in Indien, nimmt den Zug und fährt zum Guru. Dort angekommen, meldet sie sich an und bekommt die Auskunft: Zuerst müsse sie 4 Wochen fasten, jeden Tag im Fluß baden und sie die ganze Zeit über schweigen und meditieren. Dann solle sie wiederkommen, man werde schon sehen.

Die alte Dame akzeptiert alles. Nach Ablauf der Prüfungszeit geht sie wieder zum Schalter und sagt: "Ich möchte zum Guru Sai Ula". Der zuständige Mann überprüft mißtrauisch ihre Papiere und lässt sich nochmals bestätigen, ob sie wohl alle Bedingungen erfüllt habe . . . Schließlich sagt er: "Gut, aber Sie dürfen nur 4 Worte sprechen!"

Die Frau nickt, und man führt sie zum Guru. Dieser sitzt, in ein kostbares Seidentuch gehüllt und mit verschränkten Füßen, auf einem Polster, schaut mit verlorenem Blick durch sie hindurch. Die alte Dame aber geht entschlossen auf ihn zu und bleibt vor ihm stehen. Dann gibt sie dem Guru eine schallende Ohrfeige und sagt: "Moischele, komm endlich heim!"

Theologen –ein Witz in drei Sätzen

Zwei Theologen treffen sich vor einer Kirche. Sagt einer: Gehen wir hinein zum Beten!

Eigentlich ein trauriger Witz . . . Und natürlich nicht ganz gerecht. Die folgende Geschichte paßt auch dazu:

Der Segen des Rabbiners

Ein Mann kauft sich einen Ferrari und will unbedingt einen Segen dafür. Er geht zu einem Rabbiner, aber der fragt ihn: "Was ist ein Ferrari?" Nachdem es ihm erklärt worden ist, schüttelt er den Kopf: Nein, dafür gäbe es bei ihm keinen Segen. Der Mann ist unglücklich, aber seine Frau macht einen anderen Rabbi, diesesmal einen liberalen ausfindig. Auch dieser hat eine Gegenfrage: "Ich weiß, was ein Ferrari ist, aber was ist ein Segen?"

Diesen Witz verdanke ich Fritz Muliar

Fromm oder liberal?

Einer der Leibärzte von Kaiser Franz Joseph I. war für seine liberalen Ansichten bekannt. Kaiserin Elisabeth bat einen Bischof, mit ihm zu reden, damit er frömmer werde. Als die Kaiserin nach einiger Zeit den Bischof wieder traf, fragte sie ihn, ob er den Arzt schon bekehrt habe. Offenherzig bekannte der geistliche Herr: "Nein Majestät, aber er hat mich ein bisserl liberaler gemacht!"

Den Witz verdanke ich dem Informationsblatt der Salzburger Kirchenbeitrags-Stelle – Danke!

Der andere Globus

Auf der Suche nach einem Auswanderungsland – es ist die schlimme Zeit der Nazis – geht ein Jude in sein Reisebüro. Zusammen mit dem Geschäftsmann dreht er den Globus in alle Richtungen, aber auf welches Land er auch tippt, immer hat es einen Haken: Da sind die "Quoten" schon erschöpft, dort nimmt "man" überhaupt niemand mehr, erst recht keine Juden... Da schaut der Jude auf und sagt mit einem traurigen Lächeln: "Haben Sie nicht noch einen anderen Globus?"

Die Geschichte spiegelt eine bittere historische Wahrheit: Auch die Länder, die heute hoch auf ihren moralischen Rössern sitzen: Damals, als sie hätten helfen können, haben sie sich weitestgehend verweigert. Die Dominikanische Republik und einige andere wenige war eine rühmliche Ausnahme.

Der Glaube

Der Richter zum Angeklagten: "Was ist der Grund, dass Sie in die Bank eingebrochen sind?" Dieser mit großer Ernsthaftigkeit: "Mein starker Glaube!" Der Richter erstaunt: "Ihr Glaube?" "Aber ja, ich habe fest geglaubt, die Bank hätte keine Alarmanlage."

Don Bosco auf dem Weg in die Psychiatrie – eine wahre Geschichte

Vielleicht wegen seiner rätselhaften Träume – jedenfalls, das Gerede, Don Bosco sei nicht ganz normal, verstärkte sich und so wollte man ihn untersuchen lassen. Don Bosco hielt gerade Religionsunterricht, als zwei hohe Geistliche in einer geschlossenen Kutsche vorfuhren und ihren Mitbruder zu einer Spazierfahrt einluden.

Einer der beiden öffnete den Kutschenschlag und drängte Don Bosco einzusteigen. Aber der erkannte die Falle: Von innen konnte man die Tür nicht mehr öffnen! Don Bosco machte gute Miene zu dem bösen Spiel und sagte: "Gerne komme ich mit, aber nach Ihnen!" Da er sich weigerte, zuerst einzusteigen, gaben die Herren nach, schließlich wollten sie ihren Plan nicht missglücken lassen. Aber kaum waren sie eingestiegen, warf Don Bosco den Kutschenschlag zu und rief dem Kutscher zu: "Schnell, in die psychiatrische Klinik, die beiden werden dort erwartet."

Da half nichts, die beiden wurden hingebracht. Da sie außer sich vor Aufregung und Zorn waren, hielt man sie tatsächlich fest, bis der Kaplan das Missverständnis klärte und sie freigelassen wurden. Natürlich waren sie beleidigt, aber, es ist kaum zu glauben, später wurden sie Freunde Don Boscos und einer von ihnen schloss sich sogar seiner Gemeinschaft, den Salesianern an . . .

Bonifatius im Religions-Unterricht

Eine Leserin von "Kirche heute"schickte mir die folgenden beiden Geschichten, die ich gerne weitergebe:

In Fulda hielt ein Bischof einen Religionsunterricht für Kinder ab und sprach auch über das Wirken des hl. Bonifatius. Am Ende fragte er: "Wer weiß, warum der hl. Bonifatius so gerne nach Fulda kam?" Nach tiefem Schweigen: "Weil seine Gebeine hier ruhen..."

Die Antwort des Kardinals

Zwei Frauen überlegten, wie sie wohl den Ablassein zweites Mal ablegen könnten. Das Problem schien ihnen zu sein: Sie hatten eben erst gebeichtet, jetzt also keine Sünden und zum Ablass brauche es doch die Beichte . . . Sie wandten sich an Prof. Scheffczyk, der zufällig in ihrer Nähe war, um Rat. Dieser drehte sich aber um zu einigen Mitbrüdern und kam zum salomonischen Schluss: "Ja, da müssen wir den armen Frauen doch noch zu einigen Sünden verhelfen..." – und lächelte in seiner gewinnenden, gütigen Art und Weise.

Inzwischen ist er Kardinal geworden – er hat es wohl verdient, wie man sieht...

Der Eintritt in den Himmel

Ein Clown kommt zum Himmelstor. Er hört, wonach gefragt wird: Hat er Hungrige gespeist? Durstigen zu trinken gegeben? Kranke gepflegt und Gefangene besucht? Da kommt die Reihe an ihn und er wird gerufen. Der Engel liest im großen Buch des Lebens, runzelt die Stirne und meint: "Da steht aber nicht viel Gutes von Dir!" Aber dann hellt sich sein Gesicht auf: "Doch, da steht´s: Ich war traurig, und du hast mich aufgeheitert... ich war mutlos, und du hast mir wieder Mut gemacht... ich war niedergeschlagen, und du hast mich zum Lachen gebracht... Komm, der Himmel steht dir offen."

   

"Lachende Heilige und Heilige zum Lachen"

Franz von Sales

Ein Mann fragte ihn lauernd: "Was würden Sie tun, wenn ich Sie auf die rechte Wange schlage?" Der Heilige antwortete lächelnd: "Mein Freund, ich weiß, was ich tun sollte, nicht, was ich tun würde."

Eine Frau fragte den Bischof, ob schminken erlaubt sei. Er meinte: "Es gibt fromme Leute, die sagen nein, andere sagen ja, ich schlage daher einen Mittelweg vor: Schminken Sie doch nur eine Wange." (Keine Sorge, das hat er nicht ganz ernst gemeint. Im Gegenteil, man weiß von ihm, dass er gegenüber strengen Müttern das Verlangen der Töchter nach Kosmetik verteidigte . . .)

Bernadette von Lourdes

Eine Schwester ertappte Bernadette, wie sie vor einer Statue des heiligen Josef zu Maria betete, und tadelte sie: "Sie sind ja ganz zerstreut!" Darauf Bernadette: "Das macht nichts, die beiden sind ein Herz und eine Seele, und im Himmel gibt es ohnehin keine Eifersucht."

Bernadette musste einer Kranken die Augen eintropfen. Diese begann darauf hin zu weinen. Bernadette lachte: "Ich gebe Ihnen einen Tropfen – und Sie geben mir so viele Tropfen zurück!"

Ein Bischof besuchte die damals kranke Bernadette. Er dachte, sie sei eine Heilige und wollte seine kleine rote Bischofs-Mütze ("Pileolus") durch ihre Berührung zu einer Reliquie machen. Darum ließ er sie auf ihre Bettdecke fallen in der Hoffnung, sie würde sie ihm zurückgeben. Als sie dazu keine Anstalten machte, sagte er schließlich: "Schwester, wollen Sie mir nicht meinen Pileolus zurückgeben?" Daraufhin sie: "Exzellenz, ich habe nicht darum gebeten – Sie können ihn selbst nehmen."

Philipp Neri

Als Jugendlicher im Internat kam er oft zu spät. Einmal fand er nicht aus dem Bett . . . und sein Erzieher ermahnte ihn: "Wenn es läutet, stell dir vor, du bist im Fegefeuer und Gott ruft dich . . ." Am nächsten Tag war er wieder verspätet und seinem Präfekten erklärte er das so: "Ja, ich dachte an das Fegefeuer. Dann aber sagte ich zu mir selbst: Du hast schon so viele Dummheiten gemacht, Du musst wohl länger im Fegefeuer bleiben – und da bin ich liegen geblieben..."

Einmal wurde der Heilige gerufen: Er sollte prüfen, ob eine bestimmte Schwester, die im Ruf der Heiligkeit stand, wirklich heilig sei. Die Aufgabe löste er so: Er wartete einen Tag ab, an dem es stark regnete. Dann ging er, durch Schmutz und Schlamm stapfend, zum Kloster, ließ die betreffende Schwester rufen und bat sie, ihm seine Schuhe zu säubern. Die "Heilige" lehnte empört ab . . . Lächelnd ging Philipp Neri wieder nach Hause.

Pfarrer von Ars

Der Bischof wollte ihn zum Domherrn machen und brachte ihm daher den entsprechenden, kostbaren Umhang. Aber der Pfarrer wollte nicht – und verkaufte ihn für die Armen . . . Dem Bischof aber schrieb er: Er möge Verständnis haben und ihm einen neuen schicken, um ihn wieder verkaufen zu können. Aber da verstand der Bischof, und der Pfarrer wurde doch kein Domherr.

Ein beleibter Priester sagte zu dem Pfarrer von Ars: "Wenn es zum Sterben kommt, möchte ich mich an Ihrem Talar anhalten dürfen und mit in den Himmel gehen." Aber der Heilige wehrte ab: "Besser nicht, der Eingang ist so eng, dass wir zu zweit stecken bleiben würden."

Albertus Magnus

Der große Gelehrte war klein von Wuchs. Bei einer Audienz beim Papst schaute es so aus, als knie er. Da forderte ihn der Papst auf, sich doch endlich zu erheben, aber Albertus antwortete: "Will Eure Heiligkeit gegen den Willen des Schöpfers kämpfen?"

Thomas Morus

Das Gebet des Thomas Morus um Humor

"Schenke mir eine gute Verdauung, Herr, und auch etwas zum Verdauen. Schenke mir Gesundheit des Leibes, mit dem nötigen Sinn dafür, ihn möglichst gut zu erhalten. Schenke mir eine heilige Seele, Herr, die das im Auge behält, was gut ist und rein, damit sie im Augenblick der Sünde nicht erschrecke, sondern das Mittel findet, die Dinge wieder in Ordnung zu bringen.
Schenke mir eine Seele, der die Langeweile fremd ist, die kein Murren kennt, und kein Seufzen und Klagen, und lass nicht zu, dass ich mir zu viele Sorgen mache, um dieses sich breitmachende Etwas, das sich ich nennt.
Herr, schenke mir Sinn für Humor, gib mir die Gnade, einen Scherz zu verstehen, damit ich ein wenig Glück kenne im Leben, und anderen davon mitteile."

Thomas Morus wurde zur Hinrichtung gebracht. Bevor er das Gerüst bestieg, wandte er sich an einen der Männer und bat ihn, ihm beim Hinaufsteigen behilflich zu sein: "Beim Herunter wird das nicht mehr nötig sein." Und als er seinen Kopf auf den Block legte, strich er den Bart auf die Seite mit der Bemerkung: "Der hat doch nichts angestellt..."

Teresa von Avila

Als es ihr einmal auf einer Reise sehr schlecht ging, blickte sie zum Himmel auf: "Herr, mich wundert nicht, dass du so wenig Freunde hast – so wie du sie behandelst."

Getadelt, weil sie, eine fromme Frau, sich die Trauben sichtlich schmecken ließ, antwortete sie trocken: "Ich glaube nicht, dass Gott etwas so Gutes wie Trauben nur für Sünder gemacht hat."

Eine Variante der Geschichte geht so: Getadelt, weil sie ein Rebhuhn aß, wies sie ihren Kritiker mit dem berühmten Satz zurück: "Wenn Fasten, dann Fasten, wenn Rebhuhn, dann Rebhuhn."

Erzählt wird auch, Teresa habe einen einflussreichen Mann um einen Gefallen gebeten und dieser wollte statt eines Honorars nur die Erlaubnis, sie auf die Wange zu küssen: Teresa meinte, so billig habe sie noch nie etwas bekommen – ohne Lachen?

Diskussionen über die Frage, wo man sie bestatten solle, wehrte sie lachend ab: "Viele Missionare sind im Magen von Menschenfressern gelandet und der Friedhof mancher Märtyrer war der Magen eines wilden Tieres . . . also wozu reden?"

Teresa lag auf dem Sterbebett, die Schwestern bereiteten alles vor, unter anderem ein geweihte Kerze und einen Ständer. Teresa lachte: "Wenn der Herr mich holt, werdet ihr mir die Kerze mitgeben, aber bitte nicht den Ständer, er ist zu hässlich . . ."

Padre Pio

Eine Frau hörte, wie ein Besuch – ein "Doktor" – bei P. Pio angekündigt wurde. Da drehte sie nochmals um und bat: Kann er nicht meine Tochter untersuchen, sie ist so krank? P. Pio schüttelte den Kopf: "Leider, er ist Doktor der Philosophie." Enttäuscht wandte sich die Frau ab: "Philosophie? Krankheiten gibt es . . . Aber daran leidet meine Tochter nicht."

Leo XIII.

Einen Maler, der ein etwas verunglücktes Bild von ihm anfertigte, bat der Papst, darunter zu schreiben: "Mattäus 14, 27 – Leo XIII." Der Mann ging heim und schaute nach. Dort steht: "Fürchtet euch nicht, ich bin es!"

Einem Mann, der mit seinen Wünschen zum 95. Geburtstag den Wunsch verband, ihm auch noch zum Hundertsten beglückwünschen zu können, antwortete der Papst: "Warum nicht? Sie sind doch noch jung!"

Pius X.

Ein Kardinal traf den Papst an, wie er gerade einen Knopf annähte. Er war verblüfft, aber der Papst erwiderte: "Wieso, ich bin doch ein geborener Schneider (italienisch: Sarto)? Wundern sollte man sich nur darüber, wie ich mir Nadel und Faden besorgt habe."

Benedikt XIV.

Den Vorschlag, die Fastenzeit in vier Abschnitten auf das Jahr zu verteilen, wies der Papst zurück: "Wie ich die Leute kenne, würden sie viermal Fasching feiern und nie fasten."

Johannes XXIII.

"Einmal kam der Nuntius Roncalli neben eine etwas gewagt gekleidete Frau zu sitzen. Er schien es nicht zu bemerken. Am Ende des Mahles reichte er ihr einen Apfel und, als sie abwehrte, sagte er: "Nehmen Sie nur, auch Eva bemerkte erst, als sie den Apfel gegessen hatte, dass sie unbekleidet war."

Im Vorbeigehen hörte Erzbischof Roncalli, wie zwei Mönche abfällige Bemerkungen über ihn machten: "Wie kann ein so dicker Prälat durch die enge Pforte des Himmels gelangen . . ?" Roncalli drehte sich um: "Gott, der mir das Bäuchlein wachsen ließ, wird dafür sorgen, dass ich auch durch das Nadelöhr komme."

Er war Papst geworden und sah zum ersten Mal die Besuchermengen: "So viele Leute! Lasst mir doch Zeit, den Papstberuf zu lernen."

Er sagte: "Papst kann jeder werden, der Beweis bin ich!"

Zu seinen Leuten sagte er: "Ich bin kein bedeutender Papst, wie meine Vorgänger, ich bin nicht schön, schaut meine Ohren an, aber ihr werdet es gut bei mir haben."

"Applaudiert nicht, dann können wir uns länger unterhalten."

Nach dem Zeremoniell sollte der Papst allein essen. Er wehrte sich: "Wie ein bestrafter Seminarist! Ich habe in der Bibel gelesen: Jesus aß gerne in Gesellschaft!"

Als man ihm eine Briefmarke mit seinem Bild vorlegte, meinte er: "Dass ich nicht schön bin, weiß ich, aber dass ich so hässlich bin, habe ich auch nicht gewusst."

Eine Schwester stellte sich ihm als "Oberin der heiligen Dreifaltigkeit" vor. Daraufhin der Papst: "Ich bin nur der Stellvertreter vom Sohn!"

Als er, selbst 77 Jahre alt, den Kardinälen das Konzil ankündigte, rief ein 80jähriger begeistert: "Ich helfe Ihnen!" Darauf der Papst: "Es wird viel Arbeit sein, überlasst es uns Jungen."

Als er in Gedanken an das Konzil nicht einschlafen konnte, sagte er zu sich selbst: "Giovanni, wer regiert die Kirche, du oder der hl. Geist? Also schlafe, Giovanni."

"Mein Schutzengel sagt mir oft: Giovanni, nimm dich nicht so wichtig!"

Für die Papstmesse gab es die Vorschrift besonderer Ehrungen für den Papst. Johannes XXIII. wollte, dass diese unterlassen werden. Aber einer der Ministranten wehrte sich: "Ich werde Schwierigkeiten mit dem Zeremoniar bekommen." Darauf der Papst: "Sag ihm: Ich und der Papst haben diese Sonder-Ehrungen abgeschafft."

Johannes Paul II.

Zu Ehren des Papstes aus Polen mühte sich ein Prälat, polnisch zu lernen. Stolz auf das, was er gelernt hatte, überraschte er den Papst eines Tages mit dem Satz: "Wie geht es dem Hündchen heute?" Der Papst lachte nur: "Wau, wau!"

Mutter Angelika

Von Mutter Angelika – der amerikanischen Ordensfrau, die eine Fernseh-Station aufgebaut hat – wird folgende Anekdote erzählt: Ein Mann erzählte ihr von seiner Bekehrung, meinte aber, er könne nicht katholisch werden, weil es in der Kirche so viele Heuchler gebe. Mutter Angelika zerstreute sein Bedenken: "Tun Sie es ruhig, auf einen Heuchler mehr oder weniger in der Kirche kommt es auch nicht mehr an . . ." Der zögernde Konvertit hat vielleicht nicht gelacht, die Zuhörer sicher!

Mutter Teresa

Beeindruckt von dem, was er sah, sagte ein Mann zu Mutter Teresa: "Nicht um viel Geld würde ich Ihre Arbeit tun wollen, Mutter Teresa." Darauf sie: "Ich auch nicht!"

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