Ein Sozialprojekt in Minsk für junge Frauen und ledige Mütter

In: Tauernmagazin

Um einen Vortrag zu halten, kam ich nach Moskau. Dabei lernte ich eine erstaunliche Frau namens Sophia Sordyl kennen, von der Abstammung her eine Polin: Als junge Mädchen wollte sie ins Kloster gehen. Angesichts der schon drohenden Gefahr einer kommunistischen Machtergreifung riet ihr ein Jesuit ab: Es wäre klüger, Gott und der Kirche in der Welt zu dienen. Sie folgte dem Rat, wurde Krankenschwester und ging nach Amerika. Aber ihre Sehnsucht, Gott in den Armen zu dienen, vergaß sie nicht. Jetzt, nach dem Umbruch, kehrte sie zurück. In Minsk begann sie, für die Frauen zu arbeiten: einerseits durch Aufklärung an den Schulen, andererseits durch die Betreuung lediger Mütter. Zudem gibt sie, auf Kosten ihrer Ersparnisse, eine kleine Zeitschrift heraus, weil es einfach an allem, auch dem elementarsten Wissen fehlt: an Wissen über Gott, aber insbesondere auch an Wissen über die Frau und die genauen biologischen Zusammenhänge von sexueller Vereinigung, Schwangerschaft und Geburt.

Sophia Sordyl hat mir Fotos gezeigt, mit besonderer Freude von jenen Kindern, die anders, ohne ihr Werk und ohne die Hilfe ihrer Mitarbeiterinnen niemals das Licht der Welt erblickt hätten.

Inzwischen wird ihr, in der Umgebung von Minsk, weit und breit einzigartiges Werk von den Kapuzinern mitgetragen, die hier die einzige Kirche betreuen. Die Stadtgemeinde hat ihr ein Haus geschenkt: für ihre werdenden Mütter und als Schulungs-Zentrum vor allem für Mädchen und junge Frauen. Von der Größe und Lage her ist es sehr gut geeignet, nur völlig heruntergekommen. Auch ohne westliche Ansprüche ist eine Renovierung nicht zu umgehen; oder man baut neu und vermeidet damit vielleicht noch unerwartet auftauchende Belastungen. So oder so, laut Schätzung liegen die Kosten, umgerechnet, zwischen 1,5 bis 2 Millionen Millionen öS. Frau Sophia will 40.000.- US-Dollar von ihren persönlichen Ersparnissen als Startkapital einbringen. Damit wird begonnen, und wenn alles gut geht, können viele weitere Kinder buchstäblich gerettet werden.

Ich möchte die Leser von ... einladen, einen wirklich weihnachtlichen Beitrag zu diesem Werk zu leisten.

Zum Technischen: Da Überweisungen nach Minsk direkt nicht möglich sind, werde ich hier Spenden sammeln und dann mit Hilfe der Pro-Life-Leute hinüberbringen lassen. Das Sammelkonto lautet: Erste Österreichische Sparkassa 367-13 554 mit Vermerk: Pro life.