Praktische Handreichung für Eucharistiefeiern und Wortgottesfeiern am Sonntag, 15. März 2020

Ein entscheidender Grundgedanke aller unserer pastoralen Bemühungen sollte immer sein, im Rahmen der gesetzlichen Bestimmung das zu tun was möglich ist. Damit ist auch alles zu unterlassen, was der verstärkten Ausbreitung des Coronanvirus Vorschub leisten könnte. Nicht alles was gesetzlich möglich ist, könnte unter diesem genannten Gesichtspunkt auch verantwortungsvoll hinsichtlich möglicher Ansteckungsgefahren sein.

 

Dies lässt hinsichtlich der Abhaltung von Eucharistiefeiern und Wortgottesfeiern folgende Handlungsmöglichkeiten zu, wenn vorweg davon auszugehen ist, dass mehr als 100 Gottesdienstbesucher zu erwarten sind:

 

1.    Es wird nach Möglichkeit ein zusätzlicher Sonntagsgottesdienst (z.B. Abendgottesdienst) angeboten und auf diese Alternative hingewiesen.

 

2.    Der Gottesdienst wird nach draußen bzw. in einen anderen Raum übertragen, um so weiteren Gottesdienstbesuchern die Teilnahme zu ermöglichen (wenn die technischen Voraussetzungen gegeben sind), oder der Gottesdienst wird ins Freie verlegt (max. Teilnahme von 500 Personen), wenn die örtlichen Gegebenheiten dies ermöglichen und die Wetterbedingungen dies zulassen.

 

3.    Die Gottesdienstbesucherzahl muss ausnahmslos auf 100 Teilnehmer (inkl. Zelebranten, liturgische Dienste, Chor) begrenzt bleiben, alle anderen Besucher müssen nach Erreichen dieser Höchstzahl darauf hingewiesen werden, dass eine Teilnahme am Gottesdienst in der Kirche wegen der geltenden gesetzlichen Bestimmungen nicht möglich ist.

 

Bei diesen drei Varianten muss ausnahmslos eine Zählung der Gottesdienstbesucher erfolgen, damit ein Überschreiten der Höchstzahl an Teilnehmern ausgeschlossen werden kann.

 

4.    Der Gottesdienst wird wegen der sicher zu erwartenden größeren Teilnehmerzahl (über 100 Personen) oder anderer Hindernisse abgesagt und die Gläubigen auf die Übertragungen von Gottesdiensten in Radio und Fernsehen hingewiesen, wenn keine andere Möglichkeit umsetzbar erscheint, den Gottesdienst in der Pfarrgemeinde zu feiern.

 

Zudem sind die Hygienemaßnahmen, die bereits am 28. Februar 2020 an die Pfarren versandt wurden, einzuhalten.