Fußball verbindet Menschen


Casino Austria Integrationsfußball WM Finale

Das Finale der Integrationsfußball WM, am 11. Oktober 2015 in der PSV Sportanlage, bildete den Abschluss der Aktionswoche „Offener Himmel“. Bei diesem Hobbyturnier stellt jedes Land das bestmögliche Team, ganz wie bei den Fußballprofis. Das Turnier findet heuer in Kooperation mit der Erzdiözese Salzburg statt. Ziel der Integrationsfußball WM ist die Förderung des Integrationsgedankens in Österreich.

Seit diesem Jahr findet, vor dem Anstoß, ein interreligiöses Friedensgebet statt. Zur Integration gehören auch die Religionen. Vertreter von Buddhismus, Hinduismus, Islam und Christentum leiteten daher ein Friedensgebet. Es geht um ein Miteinander, um gemeinsam in Frieden leben zu können. Zum Abschluss beteten alle Zuschauerinnen, Zuschauer und Teilnehmer das Gebet der Vereinten Nationen:

Unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall.
Unsere Aufgabe ist es, daraus einen Planeten zu machen,
dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden,
nicht von Hunger und Furcht gequält,
nicht zerrissen in sinnloser Trennung
nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung.

Gib uns den Mut und die Voraussicht,
schon heute mit diesem Werk zu beginnen,
auf dass unsere Kinder und Kindeskinder einst mit Stolz
den Namen „Mensch“ tragen.


Matthias Hohla vom Referat für Ökumene und interreligösen Dialog hat diese Andacht auf die Beine gestellt. „Alle glauben an eine höhere Macht, ein höheres Potenzial oder ein Gegenüber. Der Fußball verbindet, alle sind auf dem Platz gleich gestellt. Sprache, Religion, Herkunft oder Schicht spielen keine Rolle“ so Hohla.

Der Ehrenanstoß erfolgte dann von den Politikern Martina Berthold, Bernhard Auinger, Daniela Gutschi und Christine Brandstätter. Auch Nachwuchstrainer des ÖFB Hermann Stadler gab sich die Ehre und besuchte die WM.

Erwin Himmelbauer ist Initiator der Integrationsfußball WM. 2006 fand die erste Weltmeisterschaft statt. Aufgefallen ist ihm zuvor, dass alle Zuschauer das passende Dress anhatten. Warum nicht, die Fans selbst spielen lassen? Die Idee war geboren, ein Derby zwischen einem griechischen Lokal und einem irischen Pub zu veranstalten. Inzwischen nehmen über 1.500 Spieler aus unterschiedlichsten Nationen an diesem Wettkampf teil.

Das Integrationsprojekt wurde auch geehrt. Die UEFA-Nominierung als „Bestes Breitensportprojekt Europas“ in 2014 oder der Österreichische Integrations-Sonderpreis 2011, sind nur zwei Beispiele. Auch der Bundespräsident Heinz Fischer lud zu sich in die Hofburg ein. Himmelbauer ist auch der unterschiedliche Glauben ein Anliegen: „Seit diesem Jahr sind auch die Religionen in den Mittelpunkt der Veranstaltung gerückt. In den Weltreligionen sind die Gemeinsamkeiten viel größer als die Unterschiede. Unsere Wege können wir nur gemeinsam beschreiten. Wir haben nicht zu beurteilen, wer die richtige Religion hat.“

Aus den ursprünglich zwölf Teams besiegte im Finale Libanon Salzburg, die Mannschaft Bosnien-Herzegowina Salzburg mit 2:1. Trotz der Freude über den Sieg, war die allgemeine gute Stimmung aller Mannschaften Höhepunkt dieses Tages.