Willkommen in der Diözesanbibliothek Salzburg!

Wo sich Geschichte und Theologie von ihren besten Seiten zeigen

Die d|b|s Diözesanbibliothek Salzburg ist die älteste Bibliothek in Salzburg. Sie beherbergt über 150.000 Medien mit den Schwerpunkten Theologie, Philosophie, Geschichte und Salisburgensia. Als öffentliche Spezialbibliothek sind wir gerne für Ihre Anfragen da. Die d|b|s Diözesanbibliothek Salzburg ist mit ihrem umfangreichen Altbestand, einer Vielzahl von Handschriften, Inkunabeln und Frühdrucken sowie wertvollen Sondersammlungen eine bedeutende Kultureinrichtung der Erzdiözese Salzburg.

Sommerschließzeiten

Bitte beachten Sie, dass der Lesesaal der Diözesanbibliothek Salzburg sowohl im Archiv der Erzdiözese Salzburg (Kapitelplatz) als auch in der Priesterhausbibliothek (Dreifaltigkeitsgasse) im Zeitraum 5. - 30. August 2019 geschlossen bleibt.

Wir wünschen Ihnen einen erholsamen Sommer und freuen uns auf ein Wiedersehen im September!  

Elementarunterricht bei der Schulmeisterin Magdalena Heymair (1572)

Eine bisher unbekannte Ausgabe von Magdalena Heymairs  Das Buechlein Jesu Syrachs, erschienen offenbar 1572 in Regensburg, hat die Neukatalogisierung der Buchbestände des 16. Jahrhundert in der DBS kürzlich zu Tage gebracht.

Magdalena Heymair, 1535-ca.1590, war eine der wenigen Schulmeisterinnen ihrer Zeit in Deutschland. Ursprünglich Hauslehrerin, dann Schulmeisterinnen  in Cham, später in Regensburg, war sie schließlich als Erzieherin in Grafenwörth tätig und beendete ihr Leben vermutlich in Kaschau, damals Oberungarn. Ihr Werke wurden seit 1568 gedruckt. Sie war die erste und einzige Frau, deren pädagogische Schriften, die ausdrücklich für den Elementarunterricht bestimmt waren, vor dem 18. Jahrhundert veröffentlicht wurden. Sie fasste Lernstoff aus der biblischen Geschichte in kindgemäße Reimform („Erzähllieder“) und brachte auch anderes, das der christlichen Erbauung dienen sollte, in Verse. Das Büchlein Jesu Syrach in Gesänge verfaßet, vnd der lieben Jugendt zu gutem Truck gegeben. Mit einer schönen Vorred – von Josua Opitz, 1542-1585, ist zum ersten Mal 1571 erschienen, unsere Ausgabe findet sich in Schottenloher, Carl: Das Regensburger Buchgewerbe im 15. und 16. Jahrhundert, Mainz 1920, nicht.

Werfen Sie einen näheren Blick auf das Titelblatt bzw. in das Innere des Buches.

In der Normdatenbank für die Druckwerke des deutschen Sprachraums im 16. Jahrhundert, dem VD16 trägt das Werk nun die Nummer VD16 ZV 32206.

Dr. Bernhard Humpel

Literatur: de.wikipedia.org/wiki/Magdalena_Heymair