Willkommen in der Diözesanbibliothek Salzburg!

Wo sich Geschichte und Theologie von ihren besten Seiten zeigen

Die d|b|s Diözesanbibliothek Salzburg ist die älteste Bibliothek in Salzburg. Sie beherbergt mehr als 150.000 Medien mit den Schwerpunkten Theologie, Philosophie, Geschichte und Salisburgensia. Als öffentliche Spezialbibliothek unterstützen wir Sie gerne bei Ihren Recherchen. Die d|b|s Diözesanbibliothek Salzburg ist mit ihrem umfangreichen Altbestand, einer Vielzahl von Handschriften, Inkunabeln und Frühdrucken sowie wertvollen Sondersammlungen eine bedeutende Kultureinrichtung der Erzdiözese Salzburg.

Unsere Schaustücke im Dommuseum

Seit Anfang Oktober 2019 haben Sie die Möglichkeit, ausgewählte Objekte aus unserem Bestand im Dommuseum Salzburg zu betrachten. In einer Vitrine unter dem Motto „Schätze aus der Diözesanbibliothek Salzburg“ finden Sie wechselnde Schaustücke zu unterschiedlichen Themenbereichen:

Holzschnitt zum Pfingstfest

Wild, Johann: Sommertheyl Der Postill oder Predigbuchs Euangelischer warheyt vnd rechter Catholischer Lehr, vber die Euangelia, Mainz 1554                               

Sign.: Rat 186

 

Der Holzschnitt zum Pfingstfest stammt aus einem Predigtband des deutschen Franziskaners und  Mainzer Dompredigers, Johann Wild (Ferus), einem der wirkungsvollsten Prediger seiner Zeit, der 1554 in Mainz verstarb. Viele seiner posthum veröffentlichten Kommentare zu biblischen Büchern gelangten später auf den Index.

Das Exemplar, gedruckt 1553/54 von Franz Behem in Mainz, ist nicht mit dem unter VD16 W 2985 verzeichnetem identisch. Es gehört zum Bestand der Bibliothek des ehemaligen Servitenklosters Rattenberg (bis 1817 Kloster der Augustiner-Eremiten), der von der DBS verwaltet wird.

 

Literatur:

Paulus, Nikolaus: Johann Wild, ein Mainzer Domprediger des 16. Jahrhunderts. Köln: Bachem 1893 (Vereinsschrift der Görres-Gesellschaft zur Pflege der Wissenschaft im Katholischen Deutschland 1893,3)

 

 

Missale Romanum, Salzburg 1671

Sign.: LIT MIS 65

 

Fürsterzbischof Max Gandolf von Kuenburg ließ 1671 beim Salzburger Buchdrucker Melchior Haan (1638–1713) ein Missale Romanum drucken (im VD17 unter VD17 23:713770X zu finden).

Den barocken Nuancen entsprechend weist auch das vorliegende Exemplar großzügige Illustrationen zu den Messtexten der Hochfeste auf. Diese Kupferstiche sind teilweise namentlich signiert, der hier sichtbare zum Pfingstfest zwar nicht, es ist aber anzunehmen, dass er vom Stecher David Tscherning (ca. 1615–1691) stammt. Der ganzseitige Stich links zeigt das Pfingstereignis, die kleineren Bilder der Texteinfassung rechts dürften Illustrationen zur Apostelgeschichte sein.

Das vorliegende Exemplar stammt aus der Pfarre St. Michael im Lungau.