Willkommen in der Diözesanbibliothek Salzburg!

Wo sich Geschichte und Theologie von ihren besten Seiten zeigen

Die d|b|s Diözesanbibliothek Salzburg ist die älteste Bibliothek in Salzburg. Sie beherbergt mehr als 150.000 Medien mit den Schwerpunkten Theologie, Philosophie, Geschichte und Salisburgensia. Als öffentliche Spezialbibliothek unterstützen wir Sie gerne bei Ihren Recherchen. Die d|b|s Diözesanbibliothek Salzburg ist mit ihrem umfangreichen Altbestand, einer Vielzahl von Handschriften, Inkunabeln und Frühdrucken sowie wertvollen Sondersammlungen eine bedeutende Kultureinrichtung der Erzdiözese Salzburg.

Unsere Schaustücke im Dommuseum

Seit Anfang Oktober 2019 haben Sie die Möglichkeit, ausgewählte Objekte aus unserem Bestand im Dommuseum Salzburg zu betrachten. In einer Vitrine unter dem Motto „Schätze aus der Diözesanbibliothek Salzburg“ finden Sie wechselnde Schaustücke zu unterschiedlichen Themenbereichen:

Katholische Bilder-Bibel des Alten und Neuen Testamentes, Berlin 1909

Blätter zu  „Darstellung Jesu im Tempel“ und „Anbetung der Weisen“

Dieser 1909 im Berliner Verlag W. Herlet herausgebrachte Nachdruck orientiert sich stark an der 2. Auflage (1906 in Leipzig) von Julius Schnorr von Carolsfelds Bibel in Bildern. Dieses erschien als reines Bildwerk im Querformat in 30 Lieferungen zu jeweils acht Blättern. Im Zeitraum Oktober 1852 bis Dezember 1860 wurden auf diese Weise 160 Schnitte zum Alten und 80 zum Neuen Testament publiziert. Das komplette Werk in gebundener Buchform kam 1860 in den Verkauf. Die Wirkung war enorm, was schließlich zur hier vorliegenden katholischen Variante des ursprünglich evangelischen Werkes führte.

Julius Schnorr von Carolsfeld (1794-1872) war einer der wichtigsten Vertreter der sog. Nazarenern. Für seine Bibel in Bildern zeichnete er die Entwürfe sowie die Details und Modellierungen auf dem Holzstock, die dann von Holzstechern eingearbeitet wurden. August Gaber (1823-1894) hatte in diesem Werk unter den Stechern den größten Anteil (linker Holzschnitt). Der rechte Holzschnitt ist mit Manger (Heinrich Carl Johann Manger, 1833-?) gezeichnet.

Dr. B. Humpel

 

Literatur:

de.wikipedia.org/wiki/Bibel_in_Bildern

Irmgard Feldhaus: Julius Schnorr von Carolsfeld. Die Bibel in Bildern und andere biblische Bilderfolgen der Nazarener. (Katalog zur Ausstellung im Clemens-Sels-Museum Neuss 28.11.1982 – 27.2.1983) S. 6ff., www.goethezeitportal.de/digitale-bibliothek/forschungsbeitraege/autoren-kuenstler-denker/schnorr-von-carolsfeld-julius/feldhaus-schnorr-bib/feldhaus-13.html