Domschatz

Hostientaube Dommuseum Salzburg

Der Domschatz umfasst alle Geräte und Gewänder, die im Dom Verwendung fanden oder finden. Schon der erste, karolingische Dom beherbergte einen solchen Schatz. Vielleicht gehörte das Rupertuskreuz (700/750) zu ihm. Die meisten erhaltenen mittelalterlichen Schatzstücke stammen aus dem zweiten, romanischen Dom, wie das doppelarmige Reliquienkreuz (um 1100), die Hostientaube (1200/1225) und das Legatenkreuz (1499).

 

Der überwiegende Teil des Schatzes ist jedoch barock. Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau (1587-1612), der die Stadt Salzburg um 1600 grundlegend umgestaltete und den mittelalterlichen Dom abreißen ließ, stiftete einen prunkvollen Bucheinband (1598/1599) und eine Scheibenmonstranz (1596). Johann Ernst Thun (1687-1709), der die große Orgel des Doms sowie die Kollegienkirche und das Priesterseminar errichten ließ, gab die einzigartige Pretiosenmonstranz (1697) in Auftrag. Mit dem Ende des Fürsterzbistums 1803 endete die Blütezeit des Domschatzes.