Kunst- und Wunderkammer

Wunderkammer Dommuseum Salzburg

Die Kunst- und Wunderkammer entstand in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Nach dem Ende des Fürsterzbistums wurde der Sammlungsbestand zerstreut, nur die Schränke blieben zurück. Ihr Inhalt wurde 1974 im Sinne eines barocken Kuriositätenkabinetts rekonstruiert.

 

Eine barocke Kunst- und Wunderkammer versammelte Objekte aus der Natur und Werke der Kunst: ausgestopfte Tiere, Fossilien, wissenschaftliche Geräte, Bergkristallschleifarbeiten etc. Die Stücke waren nicht wissenschaftlich geordnet, sondern nach Material oder Zweck. Die Zeitgenossen unterschieden zwischen künstlichen Objekten, „artificialia“, und natürlichen, „naturalia“. Die einen waren das Werk des Menschen, die anderen galten als das Werk Gottes. In ihrer Gesamtheit sollten sie den Kosmos verbildlichen.

 

Heute spricht die vielfältige Sammlung von Mineralien, Fossilien, Tieren und Geräten die unmittelbare Erfahrung an. Sie erregt Neugier und Staunen.