die glocken des domes

Das Geläut des Salzburger Domes gilt als das klangschönste Geläut Österreichs. Es umfasst sieben Glocken. Darunter ist die nach der "Pummerin" des Wiener Stephansdomes zweitgrößte Glocke des Landes, die Salvatorglocke, die über 14 t wiegt.

 

Zwei Glocken sind aus der Zeit der Weihe des barocken Domes (1628) erhalten. Sie wurden von den Augsburger Bronzegießern Wolfgang II. (* Ulm 1575, + Augsburg 1632) und Johann Neidhart (* Augsburg um 1600, + Frankfurt am Main 1635) geschaffen und gehören zu den wertvollsten Klanginstrumenten ihrer Zeit. Dem heutigen Gesamtgeläut mit seiner interessanten Tonfolge in es-moll geben sie einen unverwechselbaren Charakter.

 

Die übrigen fünf Glocken entstanden nach dem Zweiten Weltkrieg, denn auch der Salzburger Dom blieb von den Einschmelzungen 1917 und 1942 nicht verschont. Die neuen Glocken wurden bei der Salzburger Glockengießerei Oberascher in Auftrag gegeben und am 24. September 1961 geweiht.

Weihe der neuen Glocken, 24. September 1961

1. Salvator
Oberascher, 1961
es+
14.256 kg
279 cm

 

2. Rupert
Oberascher 1961
ges
8.273 kg
233 cm

 

3. Maria
Wolfgang und Johann Neidhart 1628
b
4.008 kg
183 cm

 

4. Josef
Oberascher 1961
des1+
2.518 kg
155 cm

 

5. Virgil
Wolfgang und Johann Neidhart 1628
es1+
1.648 kg
136 cm

 

6. Leonhard
Oberascher 1961
ges1
1.025 kg
118 cm

 

7. Barbara
Oberascher 1961
as1+
715 kg

 

 

Glocken von 1628 (6 KB)
Aufnahme der Marien- und der Virgilglocke (Nr. 3 und 5, 1628)

   

Glocken von 1628 und 1961 (2 MB)
Aufnahme des vollständigen Geläuts (Nr. 1 bis 7, 1628 und 1961)