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Ein System mit vielen VorteilenDer Kirchenbeitrag ist keine Steuer. Seine Höhe richtet sich zwar nach den wirtschaftlichen Möglichkeiten eines jeden Einzelnen – das ist die Grundlage, um einen gerechten Beitrag zu errechnen. Aber die Einhebung erfolgt in Österreich, anders als zum Beispiel in Deutschland, nicht durch den Staat sondern im direkten Kontakt zwischen der Kirche und ihren Mitgliedern. Die Kirche muss sich selbst um den Kirchenbeitrag kümmern. Das ist sicher der anstrengendere Weg, denn die Kirche kann Informationen über das Einkommen oder die Lebensumstände nur von jedem einzelnen Mitglied direkt bekommen. Aber dieses System hat bedeutende Vorteile. BeitragszahlerInnen können sich mit Fragen direkt an die Kirche wenden. Und die Kirche kann – nach bestimmten Regeln – auf die Lebensumstände jedes Einzelnen eingehen. Zum Beispiel in Form von kirchlichen Absetzbeträgen (siehe nebenstehenden Kasten). Miteinander im Gespräch zu sein und aufeinander eingehen zu können gehört zu den Qualitäten des österreichischen Kirchenbeitragssystems. Josef Lidicky Direktor der Finanzkammer
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