Ostern

Ostern ist das höchste Fest der Christenheit. In der Nacht von Karsamstag auf Ostersonntag wird die Auferstehung Jesu von den Toten gefeiert. Durch die Auferstehung Christi, seine Überwindung des Todes, ist allen Christinnen und Christen die Tür zum ewigen Leben geöffnet.

Den Hintergrund für das bedeutendste Fest der Christen bildet das jüdische Paschafest. Jesus wurde unmittelbar vor diesem Fest hingerichtet, seine Auferstehung erfolgte demnach am Paschafest.

In der Heiligen Schrift gibt es unterschiedliche Berichte über die Erscheinung des Auferstandenen. Lukas schildert ein Mahl Jesu mit den Jüngern. Lukas und Johannes berichten von Erscheinungen in Jerusalem, während sich Jesus laut Markus und Matthäus in Galiläa offenbart. Aus theologischer Sicht geht es nicht darum, die leibhaftige Erscheinung Jesu nach seinem Tod zu beweisen. Tiefgreifende religiöse Erfahrungen der Jünger und die überwältigende Kraft des Glaubens stehen im Vordergrund.

Wissenswert

Die Osterzeit dauert für Christen nicht nur zwei Feiertage lang. Sie erstreckt sich insgesamt über einen Zeitraum von 50 Tagen, dauert also länger als die Fastenzeit. Auch das eigentliche Osterfest wird in den Gottesdiensten über einen längeren Zeitraum gefeiert. Während der gesamten Osteroktav (acht Tage nach der Auferstehung Jesu) gibt es besonders feierlich gestaltete Gottesdienste.

Die Osternacht: Lichtfeier, Wort Gottes und Gegenwart Jesu

Die Osternacht umfasst eine Reihe von Riten. Die Feier besteht im Wesentlichen aus vier Teilen.

Im Zentrum der Lichtfeier steht Jesus als das die Welt erhellende Licht. Zu Beginn ist die Kirche in Dunkel gehüllt. Man möchte damit den Tod und die Trauer um Christus darstellen. In diese dunkle Kirche zieht der Priester (oder Diakon) mit der großen Osterkerze ein. Diese wurde an einem zuvor gesegneten Feuer vor der Kirche entzündet. Sie trägt die griechischen Zeichen Alpha und Omega (Anfang und Ende, auch Zeichen für Christus). Drei Mal hält der Priester (oder Diakon) an und ruft: „Lumen Christi“ (= das Licht Christi), die Gläubigen antworten: „Deo Gratias“ (= Dank sei Gott). Dann werden die mitgebrachten Kerzen der Mitfeiernden an der Osterkerze entzündet. Die Lichtfeier schließt mit dem gesungenen Osterlob („Exsultet“).

Der Wortgottesdienst ist in der Osternacht besonders ausführlich; er erzählt von der Heilsgeschichte Gottes mit den Menschen. Der Bogen der Lesungen spannt sich von den alttestamentlichen Berichten, von der Schöpfung, der Sintflut, dem Zug durch das Rote Meer bis zu neutestamentlichen Berichten aus den ersten Christengemeinden. Mit dem „Gloria“ erklingen erstmals Orgel und Glocken wieder, die mit dem Gründonnerstag verstummt sind, und nehmen den letzten Rest von Dunkelheit weg.

Daraufhin findet die Tauffeier statt. Sie beinhaltet die Weihe des Taufwassers und Spendung der Taufe, falls Taufbewerber da sind. Anschließend erfolgt die Erneuerung des Taufbekenntnisses durch die ganze Gemeinde.

Der Höhepunkt der Osternachtsfeier ist die Eucharistiefeier (Danksagung). In der Wandlung von Brot und Wein ist, erstmals seit dem Gründonnerstagsgottesdienst, Jesus in der Mitte der Gemeinde wieder gegenwärtig.

Gemeinschaft nach der Ostermesse

Am Ende der Feier steht die Segnung mitgebrachter Speisen der Gläubigen. Nach der Osternachtsmesse ist es in vielen Pfarrgemeinden üblich, sich auch noch vor der Kirche zu versammeln. Manchmal wärmt man sich am Osterfeuer, das vor der Kirche noch brennt, oder man isst noch gemeinsam Brot. In manchen Gegenden wird ein sogenannter Osterlauf, zur Erinnerung an den Lauf der Jünger zum Grab, veranstaltet.

Ostersonntag

Der Ostersonntag ist im Christentum der Festtag der Auferstehung Jesu Christi, der nach dem Neuen Testament als Sohn Gottes den Tod überwunden hat. Es ist der höchste Feiertag im Kirchenjahr. Mit ihm beginnen das Osterfest und die Osterzeit, zugleich beendet die liturgische Vesper des Ostersonntags das Triduum Sacrum (die heiligen drei Tage).

Evangelium vom Ostermorgen (Lesejahr A): Joh 20, 1–18

Ostermontag

Vielerorts wird am Montag ein Osterspaziergang gemacht, in Erinnerung auf den Gang der Jünger nach Emmaus, denen sich Jesus unerkannt anschließt (Lk 24, 13–29).

 

 

Brauchtum

Rund um Ostern gibt es in Salzburg zahlreiche Bräuche, die die Volksfrömmigkeit zum Ausdruck bringen. Die Bräuche reichen vom Palmbuschenbinden vor dem Palmsonntag bis zum Goneslauf im Lungau am Ostermontag. 

Ein einzigartiger Brauch ist das Ölbergsingen in der Marktgemeinde Großarl, das in der Nacht von Gründonnerstag auf Karfreitag und von Karfreitag auf Karsamstag von zwei Männerchören zelebriert wird. Der Chor der Bauern beginnt am Gründonnerstag. Zwischen acht Uhr abends und vier Uhr morgens wird zu jeder vollen Stunde, beginnend beim Pfarrhof, an jeder der vier Stationen zum Gedenken an das Leiden Christi mit wechselnden Strophen gesungen. Am Karfreitagabend übernimmt der Chor der Männer aus dem Dorf. Dieser Part ist „Leiden-Christi-Singen“ benannt. Auch sie singen zwischen acht Uhr abends und vier Uhr morgens, ebenfalls an den Stationen zwischen Pfarrhof und Dorf, jedoch mit anderem Text als die Sänger des Ölbergsingens.

Eine seltene Besonderheit sind die Oster- oder Passionskrippen, die sich vor allem in Tirol erhalten haben. In jüngster Zeit sind auch in der Erzdiözese Salzburg (Kirche St. Michael, Stadt Salzburg; Pfarrkirche Lessach, Lungau; Kramsach, Bezirk Kufstein; Waidring, Bezirk Kitzbühel) wieder einige dieser Krippen, die das Passionsgeschehen zwischen dem Einzug Jesu in Jerusalem und seiner Auferstehung veranschaulichen, entstanden.

Durchaus weit verbreitet und bekannt sind sie „Heiligen Gräber“, Kulissenanlagen, die am Karfreitag und Karsamstag an Tod und Grablegung Jesu Christi erinnern. Ob barocke Ausführung oder moderne Form, gekennzeichnet sind sie durch Gläser, die mit gefärbtem Wasser gefüllt und von hinten beleuchtet werden. Mancherorts gibt es Grabwachen, oft sind am Karsamstag fixe Gebetszeiten eingeteilt, während derer die Gläubigen einander im Gebet ablösen. Mit Beginn der Osternachtfeier werden die Lichter abgeschaltet und die Darstellung wird verhüllt.

 

 

Rund um Ostern gibt es in Salzburg zahlreiche Bräuche, die die Volksfrömmigkeit zum Ausdruck bringen. Die Bräuche reichen vom Palmbuschenbinden vor dem Palmsonntag bis zum Goneslauf im Lungau am Ostermontag. 

Ein einzigartiger Brauch ist das Ölbergsingen in der Marktgemeinde Großarl, das in der Nacht von Gründonnerstag auf Karfreitag und von Karfreitag auf Karsamstag von zwei Männerchören zelebriert wird. Der Chor der Bauern beginnt am Gründonnerstag. Zwischen acht Uhr abends und vier Uhr morgens wird zu jeder vollen Stunde, beginnend beim Pfarrhof, an jeder der vier Stationen zum Gedenken an das Leiden Christi mit wechselnden Strophen gesungen. Am Karfreitagabend übernimmt der Chor der Männer aus dem Dorf. Dieser Part ist „Leiden-Christi-Singen“ benannt. Auch sie singen zwischen acht Uhr abends und vier Uhr morgens, ebenfalls an den Stationen zwischen Pfarrhof und Dorf, jedoch mit anderem Text als die Sänger des Ölbergsingens.

Eine seltene Besonderheit sind die Oster- oder Passionskrippen, die sich vor allem in Tirol erhalten haben. In jüngster Zeit sind auch in der Erzdiözese Salzburg (Kirche St. Michael, Stadt Salzburg; Pfarrkirche Lessach, Lungau; Kramsach, Bezirk Kufstein; Waidring, Bezirk Kitzbühel) wieder einige dieser Krippen, die das Passionsgeschehen zwischen dem Einzug Jesu in Jerusalem und seiner Auferstehung veranschaulichen, entstanden.

Durchaus weit verbreitet und bekannt sind sie „Heiligen Gräber“, Kulissenanlagen, die am Karfreitag und Karsamstag an Tod und Grablegung Jesu Christi erinnern. Ob barocke Ausführung oder moderne Form, gekennzeichnet sind sie durch Gläser, die mit gefärbtem Wasser gefüllt und von hinten beleuchtet werden. Mancherorts gibt es Grabwachen, oft sind am Karsamstag fixe Gebetszeiten eingeteilt, während derer die Gläubigen einander im Gebet ablösen. Mit Beginn der Osternachtfeier werden die Lichter abgeschaltet und die Darstellung wird verhüllt.

Gottesdienste in der Osterzeit

Mehr Infos finden Sie hier und hier.

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