61. Internationale Pädagogische Werktagung

„Bist Du aggressiv!“ ist alles andere als schmeichelhaft. Und doch, wenn unsere Vorfahren nicht aggressiv gewesen wären, wenn sie nicht die Speere auf die Mammuts oder auf ihre Rivalen, die Neandertaler, geschleudert hätten, wären wir nicht da. Die 61. Internationale Pädagogische Werktagung befasst sich mit dieser Urkraft des Lebens, die sich janusgesichtig auswirken kann: Zerstörerisch und grausam, aber auch dem (Über-)Leben förderlich. Das pädagogische Ziel kann nicht darin bestehen, Aggression zu unterdrücken oder zu verdrängen – etwa in einem schüchternen Bravheitssyndrom –, dafür sitzt sie, im limbischen System, viel zu tief. Anzustreben ist vielmehr, mit Aggression konstruktiv umzugehen, sie zuzulassen, ja zu fördern, wenn sie guten Zwecken dient, aber auch sie zu bändigen, wenn sie uns zu sehr überwältigen sollte.
In bewährter Weise wird das Tagungsthema von den unterschiedlichsten Perspektiven aus angegangen, humanwissenschaftlich: Wie entsteht Aggression?, aber auch soziologisch: Ist die Jugend wirklich so viel aggressiver geworden?, insbesondere aber pädagogisch: Wie lässt sich diese Urkraft lenken, dass sie nicht Zerstörung, Schmerz und Tod bringt, sondern letztlich der Entfaltung des Lebens förderlich ist?


Tagungsband 2011

Der Tagungsband der Internationalen Pädagogischen Werktagung 2011 „In Würde werden“ ist ab sofort erhältlich! zur Bestellung

Univ.-Prof. Dr. Anton A. Bucher, Präsident der Internationalen Pädagogischen Werktagung Salzburg