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Anna Wall-Strasser
Zur Zukunft der Arbeit
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‚Arbeit ist der Dreh- und Angelpunkt
der sozialen Frage‘ (Laborem Exercens)
Daher ist aus der Position der Soziallehre
sowie aus der biblischen Option für die Schwächeren Kritik des
Neoliberalismus geboten, der die Arbeit dem Spiel der freien Marktkräfte
überlässt. Dieser regelt die Nachfrage vorwiegend über den
Preis; d.h.: je billiger, desto mehr wird nachgefragt. Das setzt eine Spirale
in Gang von Deregulierung zu Auslagerungen, erhöht den Druck auf die
ArbeitnehmerInnen, verschlechtert die Arbeitsbedingungen zusehends, und
verändert nichts an der zunehmenden Arbeitslosigkeit.
Daher müssen die Rahmenbedingungen
des Wirtschaftens gestaltet werden, Politik muss eingreifen. Die Politik/der
Staat muss für einen Interessensausgleich sorgen:
Unter dem Begriff ‚Arbeit’ wird normalerweise Erwerbsarbeit und dabei das Normalarbeitsverhältnis verstanden. Nur dieses sichert durch das erzielte Einkommen die Existenz, und ist sozial- und arbeitsrechtlich abgesichert. Erwerbsarbeit wird aber zunehmend atypisch ( Teilzeit, Leiharbeit, Jobsharing, Werkverträge,.......... ) und prekär (geringfügige Beschäftigung ohne Kranken- und Pensionsversicherung). Sie ist damit nicht mehr umfassend existenzsichernd. Es gibt darüber hinaus noch andere
Arbeitsformen: Haushalts- und Erziehungs-arbeit, Pflegetätigkeit,
ehrenamtliche Tätigkeit, Eigenarbeit, .....
Anna Wall-Strasser
mailto:betriebspastoral@dioezese-linz.at
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© Werkstatt Sozialpolitik Zuletzt geändert: Freitag, 15.Juni 2001, <webmaster@kirchen.net> |