Gebetsbrocken

draußen innehalten

Am 14. Mai 2016 hat die Auftaktveranstaltung zum Zukunftsprozess in der Erzdiözese Salzburg stattgefunden. Der Prozess ist zunächst bis zum Rupertitag im September 2018 vorgesehen. In diesem Zeitraum beabsichtigt die Katholische Männerbewegung der Erzdiözese Salzburg an öffentlichen Plätzen Gebete von Passanten zu sammeln.

Erzbischof Franz Lackner hat in seiner Presseerklärung davon gesprochen, dass „wir gerufen sind, den Menschen von heute bis an die Ränder entgegen zu gehen“. Das fügt sich in einzigartiger Weise zu den Gedanken des Kölner Theologen Hans-Joachim Höhn, der die Passanten-Pastoral als Ausweis christlicher Beziehungs- und Missionsfähigkeit betitelt hat. Wir als Katholische Männerbewegung möchten unser Vorhaben gerne unter den Titel: „Gebetsbrocken – draußen innehalten“

Bei der Eröffnungsfeier des Zukunftsprojektes wurde von Professor Christian Bauer ausdrücklich darauf hingewiesen, dass „Hinhörprojekte“ als Ausdruck einer „Geh Hin Pastoral“ in diesem Prozess eine besondere Wichtigkeit erhalten sollen.

Die Katholische Männerbewegung hat bereits mit dem Projekt Vätergeschichten im Rahmen des Offenen Himmels Erfahrungen in der Passantenpastoral, in der Ansprache der zufällig Vorbeikommenden, im Niederschreiben erzählter Geschichten und im lokalisieren von Knotenpunkten in Erzählungen gesammelt.

Zum Hinhörprojekt wird das Vorhaben der Gebetssammler nicht dadurch, dass sie sagen, „so sollst Du beten“, sondern dadurch, dass sie davon ausgehen, dass Gott bereits ein Gebet in jeden Menschen hineingelegt hat, das aufs Engste mit seinem Leben, seiner Biographie verwoben ist.