Freitag, 29. Mai 2009 im Bildungszentrum St. Virgil / Salzburg
1989 fand in Europa ein gesellschaftspolitischer Umbruch statt, der den Kontinent nachhaltig prägte. 20 Jahre danach
kann ein erster analytischer Rückblick gewagt werden. Am Beispiel DDR und Polen soll der Frage nach der
vatikanischen Ostpolitik vor der Wende nachgegangen werden. Sodann werden mit Blick auf weitere ostmittel- und
südeuropäische Länder die kirchlichen, politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen der letzten zwei Dekaden
beleuchtet. Der Abendvortrag wird schließlich die Religionspolitik der Europäischen Union analysieren.
2009 jährt sich zum fünften Mal der Todestag von Kardinal Franz König, dem Begründer der Stiftung Pro Oriente.
PROGRAMM
14:00 KARDINAL KÖNIG UND DER EUROPÄISCHE OSTEN - EINFÜHRUNG ZUM SYMPOSIUM
Univ.-Prof. Dr. Dietmar W. Winkler, Leiter des Arbeitsausschusses von Pro Oriente Salzburg
14:30 „DDR UND POLEN: DER VATIKAN AN ODER UND NEIßE“
Dr. Roland Cerny-Werner, Historiker, Universität Jena
16:00 „TSCHECHIEN, SLOWAKEI UND UNGARN: VOM KOMMUNISMUS ZUM KAPITALISMUS?“
Univ.-Prof. Dr. Christoph Boyer, Lehrstuhl f. Europäische Zeitgeschichte, Universität Salzburg
17:15 „BULGARIEN: KIRCHLICHE UND GESELLSCHAFTLICHE UMBRÜCHE SEIT 1989“
Univ.-Prof. Dr. Basilius J. Groen, UNESCO-Lehrstuhl für interkulturellen und interreligiösen Dialog für
Südosteuropa, Universität Graz
19:30 PRO ORIENTE AKADEMIE
„EUROPA OHNE GOTT? DIE RELIGIONSPOLITIK IN DER EUROPÄISCHEN UNION“
Gesandter DDr. Dr. h.c. mult. Michael Weninger, Diplomat, u.a. ehem. politischer Berater der Präsidenten
der Europäischen Kommission in Brüssel mit Zuständigkeitsbereich für den Dialog mit den Religionen,
Kirchen und Weltanschauungen