Die Aufgabe der Weiterbildung

 

Auftrag der Kirche ist es, den Menschen das Evangelium zu verkünden.

Jede Weiterbildung soll den Frauen und Männer, die zu welchen Dienst in der Kirche auch immer beauftrag wurden, helfen diesem Auftrag immer besser zu erfüllen.

Aus Treue zu Jesus Christus muss die Kirche sich ständig reformieren und verstärkt zu einer pastoralen und missionarischen Ausrichtung finden (vgl. EG 26). Weiterbildung soll diesen Prozess begleiten und unterstützen.

Die Situation der Kirche derzeit verlangt von allen eine große Transformationsbereitschaft. Sie verlangt, Gewohnheiten, Stile, Zeitpläne, Sprachgebrauch und Strukturen so zu gestalten, dass all das mehr der Evangelisierung der heutigen Welt als der Selbstbewahrung dient. (vgl. EG 27). Sie verlangt, dass die Mitarbeiter/innen das bequeme pastorale Kriterium des „Es wurde immer so gemacht“ aufgeben und wagemutig und kreativ die eigene Arbeit immer wieder neu überdenken (EG 33).

Dazu soll Weiterbildung immer einen Beitrag leisten.

 

 

Jede Weiterbildung dient der Qualitätssicherung der Pastoral in der Erzdiözese.
 

 

Grundsätze zur Weiterbildung

Die Seelsorger/innen kommen heute aus sehr unterschiedlichen Bereichen. Sie haben unterschiedlichste Hintergründe und Vorerfahrungen. Dies wird mit der Bezeichnung Spätberufene zu wenig deutlich.
Neben den Kompetenzen durch das Studium, bzw. die berufsbegleitende pastorale Ausbildung werden die individuell mitgebrachten Fertigkeiten und Erfahrungen ernst genommen und bei der Weiterbildung berücksichtigt.
Die Weiterbildung in den ersten Berufsjahren, Pastoraljahr, Diakonatsjahr, Triennalkurse… werden für alle Pastoralen Akteure gemeinsam angeboten.

 

 

Weiterbildung

Die Weiterbildung soll dazu dienen, dass die Mitarbeitenden kontinuierlich an ihrer Qualität arbeiten. Da die akademische Ausbildung nicht ausreichend auf die pastoralen Herausforderungen vorbereitet, liegt in den ersten Jahren das Hauptaugenmerk der Weiterbildung auf dem pastoralen "Handwerkzeug".
Gleichzeitig muss die regelmäßige Auseinandersetzung mit Inhalten des Glaubens ermöglicht werden.

 

 

 

Die Weiterbildung in den ersten Jahren

Nach dem Pastoralen Einführungsjahr ist die Weiterbildung in den ersten Berufsjahren im Triennalkurs organsiert. Die Hauptthemenbereiche sind:

  • Arbeit mit Menschen
  • Zusammenarbeit in Teams
  • Konfliktkultur – Konfliktmanagement
  • Suchende begleiten – Einzelseelsorge
  • Bedingungen der Verkündigung und der Pastoral
  • Sprache der Verkündigung
  • Pastoralpsychologie
  • Seelsorge in Krisensituationen
  • Eigene Arbeitskultur – Selbstmanagement


Zu diesen Bereichen werden regelmäßig Angebote erstellt. Die Seelsorger/innen müssen in den ersten vier Jahren 16 Tage besuchen. Die Auswahl trifft die/der Mitarbeitende in Absprache mit den Dienstvorgesetzten.

 

 

 

Pfarrleitungskurs

Für Priester (bzw. Pastoralassistent/innen die Pfarrassistent/innen werden) die eine oder mehr Pfarren zum ersten Mal übernehmen, wird im Mai/Juni davor ein Kurs zur Vorbereitung auf diese Aufgabe angeboten.

Dieser Pfarrverwaltungskurs umfasst 4 Tage und beinhaltet praktisches Wissen zur organisatorischen Leitung einer Pfarre (Pfarrverwaltung, Matrikenführung, Kanzleiorganisation, Arbeitsrecht, Archivierung, Bauen…).

Im ersten Jahr treffen sich alle diese Teilnehmer an drei Tagen zur Intervision. Dort werden Fragen der Leitungsrolle (Teamleitung und Vorgesetzten Rolle) reflektiert.

Damit die/der Teilnehmende das Zeugnis zur Pfarrbefähigung bekommt, müssen zusätzlich Module (mind. 6 Tage) aus folgenden Bereichen besucht worden sein.

  • Arbeit mit Ehrenamtlichen
  • Zusammenarbeit in Teams
  • Konfliktmanagement
  • Grundsätze zu Leitung in der Kirche


Diese Kurse können sowohl im Rahmen des Triennalkurses als auch bei einem "Fremdanbieter" gemacht worden sein.

 

 

Ausbildung für spezielle Aufgaben

Mitarbeitende, die mit speziellen pastoralen Aufgaben (Krankenhaus-, Hospiz-, Notfallseelsorge…) betraut werden, müssen die dafür vorgesehenen Ausbildungen durchlaufen und sich kontinuierlich weiterbilden. 

 

 

 

Kontinuierliche Weiterbildung

Alle Seelsorger/innen müssen nach abgeschlossenem Triennalkurs bzw. Pfarrleitungskurs sich kontinuierlich weiterbilden, um für die wechselnden Fragen der Menschen, die sich auch aus dem Wandel der Gesellschaft ergeben, vorbereitet zu sein.
Innerhalb von 3 Jahren müssen mindestens 5 ganze Tage (Tag = 4 x1,5 Arbeitseinheiten) Weiterbildung besuchen. Mindestens zwei Tage müssen davon Veranstaltungen der Erzdiözese sein.

Seelsorger/innen in Leitungsverantwortung (Pfarrer, Pfarrassistent/in, Einrichtungsleiter/in…) müssen innerhalb dieser drei Jahren zusätzlich 1,5 Tage zum Thema Leitungshandwerk und Kommunikation besuchen.

Für beide Bereiche können Angebote aus dem Triennalkursangebot oder bei anderen Anbietern ausgewählt werden.

Alle Seelsorger/innen müssen aus dem Bereich Spiritualität, Exerzitien, geistliche Bildung innerhalb von drei Jahren mindestens drei Tage besuchen.

 

Kosten

Die verpflichtenden Kurse, die das Personalreferat anbietet, sind in der Regel kostenlos. Wenn es einen Selbstbehalt gibt, wird dies ausgewiesen.
Über Kurskostenbeteiligung bei anderen Anbietern, muss vor Kursbeginn verhandelt werden. Nachträglich eingereichte Rechnungen werden in der Regel nicht berücksichtigt.

 

  

Ihre Ansprechpartner/innen in Sachen Weiterbildung

Personalentwickler/innen:

Sr. Drin. Christa Baich sa.
Tel.:        0662/8047-1601
Mobil:     0676 / 8746 1601
E-Mail:    christa.baich@zentrale.kirchen.net

 

Mag. Denis Stürzl
Tel.:        0662 / 8047-1602
Mobil:     0676 / 8746 - 1602
E-Mail:    denis.stuerzl@zentrale.kirchen.net