Pfarrkirche St. Martin

Die Kirche von außen gesehen ist ein Barockbau mit einem mächtigen Turm, umgeben von einem Friedhof und einer Friedhofsmauer mit drei Eingängen. Die Pläne stammten von Tobias Kendler. Das einheitlich gestaltete Langhaus, dessen westliche und südliche Schiffsmauer zum Teil vom Vorgängerbau stammen, wird durch den doppelgeschossigen Sakristeianbau ergänzt.

Im Osten wölbt sich eine flachbogige Apsis ohne Fenster aus dem Langhaus heraus. Der Altarraum wird durch den Triumphbogen und durch einen flachbogigen Abschluss mit einer Halbkuppel hervorgehoben. Das Tageslicht flutet in das Gotteshaus fast ungedämpft durch hohe Rundbogenfenster, die mit Dekorationsmalerei ausgestattet sind.


Die Pfarre im Detail


An der nördlichen Langhauswand befindet sich eine mächtige Kreuzigungsgruppe (um 1700) mit lebensgroßen Figuren aus der Werkstatt des Mondseer Meisters Meinrad Guggenbichler. Ein Glanzstück der Kirche ist die in der Mitte der südlichen Längswand angebrachte spätbarocke Kanzel (1737) von Christoph Fenninger. Die halbrunde Kanzel besteht aus Holz mit Stukkaturen auf rosagefärbeltem Grund. An der Brüstung sind Halbfiguren der vier Kirchenlehrer des Westens (Gregor d. Große, hl. Augustinus, hl. Hieronymus und hl. Ambrosius) zu erkennen.

Am Baldachin schwebt die Hl. Geist-Taube und am Gesims ist die Dreifaltigkeit mit Auge dargestellt. Der Schalldeckel gipfelt in der Weltkugel mit darauf thronendem Christuskind.Der Altarraum wird vom wuchtigen Hochaltar und zwei gleichgeformten Seitenaltären beherrscht. Der Hochaltar ruht auf einem rechteckigen Sockelbau. In der Mitte steht der reich vergoldete Tabernakel (um 1737) mit Kruzifix und zwei Leuchterengeln.

Das Kernstück des Altares bildet die thronende Maria mit dem auf ihrem Schos stehenden Jesuskind, das die Weltkugel in einer Hand hält. Diese Sitzfigur ist ein Werk von Adam Hartmann aus dem Jahr 1683. Zwischen den Säulenpaaren stehen auf Statuenpostamenten die barockisierenden Figuren des hl. Rupert und des hl. Martin als jugendlicher Soldat zu Pferde wiedergegeben, der einem Bettler die Hälfte seines Mantels gibt.

Der
linke Seitenaltar ist der Hl. Familie geweiht und zeigt diese mit der Hl. Geist-Taube und darüber Gottvater in einem Ölgemälde von Josef Rattensberger um 1856.

Der rechte Seitenaltar, ein Gemälde von Adam Pürckmann, zeigt den hl. Antonius von Padua im Gebet, zu dem sich von links oben das Christuskind herabbeugt. Die Innen- und Außenrenovierung der Kirche im 20. Jahrhundert, besonders die Renovierung im Jahre 1983, erhielten den Bau und wertvolle Stücke in seiner Einheit.