Die Lippenkapelle

Seit ca, 1880 steht die Kapelle im neogotischen Baustil in der Mitte von vier Häusern in Gschwendt. Die Fenster und die Türe sind spitzbogenförmig und die Eingangsseite ist mit Blendspitzarkaden verziert. Das Giebeldreieck ist mit einer Girlandenmalerei besonders hervorgehoben. 

Die Altarmitte schmückt das Gnadenbild der „Mutter vom Guten Rat“, dem Erzengel Michael und das Jesus-Kind mit dem Szepter. Weiters ein Bild mit der Hl. Familie und eine Herz-Jesu Statue.

An den Wänden hängen Kreuzwegbilder. Ein schmiedeeisernes Apsisgitter trägt die Jahrzahl 1884. Sechs Bankreihen laden zum Verweilen ein. 

Regen, Hagel und Stürme haben die Ernte vernichtet und das hat früher zu Armut und Hunger geführt. Als es wieder einmal so war, haben vier Familien in Gschwendt, das sind: Beinsteiner (Angermann), Eisl (Tobias-Bauer), Grabner (Hauser), und Mayrhauser (Lippenbauer) beschlossen eine Kapelle zu bauen. Sie wollten einen Andachtsraum zum gemeinsamen Beten schaffen. Ihre vorrangigen Bitten waren um ein gedeihliches Wetter, damit das tägliche Brot gesichert war. 

In letzter Zeit hat der Efeu die Kapelle überwuchert und gab ihr ein imposantes Aussehen. Doch hat die Fassade darunter gelitten und die Besitzer haben eine Restaurierung beschlossen, das nun ganz hervorragend gelungen ist. 

Pfarrer Franz Lusak und Diakon Simon Weyringer haben am 9.Mai 2009 dieses Kleinod neu geweiht.

Besitzer:
Fam. Beinsteiner, Abersee Gschwendt 15
Fam. Eisl, Tobias Bauer, Abersee, Gschwendt Nr. 12
Fam. Grabner, Abersee, Gschwendt 13
Fam. Mayrhauser, Lippenbauer, Abersee, Gschwendt 11