Die Postalmkapelle

Im Jahr 1579 schlossen Kaiser Rudolf II und Fürsterzbischof Johann Jakob v. Kuen-Belasy einen Vertrag, in dem sich Salzburg verpflichtet, die Nutzung der Aberseer Wälder an die Saline Ischl „auszuleihen“.

Bis ins 19 Jh. sind aus dem Aberseegebiet Unmengen Holz an die Saline Ischl geliefert worden und so entstanden die großen Almgebiete.

Der Hotelier und Postmeister Franz Koch aus Bad Ischl, er betrieb den Postverkehr zwischen Bad Ischl und Salzburg, kaufte das Bauerngut in Gschwendt 29 und 1862 erwarb er einen Teil der Postalm. Diese brauchte er als Sommerweide für seine Pferde.

1865, anlässlich des Besuches der Kaiserin Elisabeth und um den vielen „Alpenleuten“ im Sommer den Besuch einer Hl. Messe zu ermöglichen, baute das Ehepaar Franz und Juliane Koch eine Kapelle, die vorerst die Koch’sche Alpenkapelle genannt wurde.

Nach der Eröffnung der Salzkammergut-Lokalbahn 1894 musste Koch die Pferdepost einstellen und er verkaufte seine Liegenschaften, die jedoch bis heute nach ihm benannt sind.

Inzwischen wurde die Republik Österreich Besitzer dieses Almgebietes. Vertreter sind die Österreichischen Bundesforste.

1962 wurde zwischen ÖBF und der Pfarre Strobl eine Vereinbarung getroffen, wonach die Postalmkapelle der Pfarre zur Benutzung für religiöse Zwecke übergeben wurde. Die Pfarre sorgt für die Instandhaltung der Kapelle, dafür bemüht sich das Postalm-Komitee.

Das kleine Gebetshaus ist heute ein Schmuckstück und viele Wanderer kehren hier ein, wovon die Eintragungen in den Gästebüchern Zeugnis geben. Während des Sommers feiern hier öfters Pfarren oder Vereine eine Hl. Messe, das immer ein besonderes Erlebnis ist, in dieser wunderschönen Natur.


Kontaktadresse:

Josef Bichler, Aigen 96, 5350 Strobl, Tel.: 06137/5847

Rudolf Engljähringer, Weißenbach 215, 5350 Strobl, Tel.: 06137/20211

Postalmkapelle Altar