Nepomuk

Pfarrkirche zum heiligen Johannes von Nepomuk

 

Johannes aus Pomuk bei Pilsen, geb. um 1350, wurde nach Studien der Theologie in Prag und des kanonischen Rechts in Padua 1372 Notar in der erzbischöflichen Gerichts-Kanzlei in Prag und später Domherr und Generalvikar des Erzbischofs in Prag.

Sein energisches Auftreten für die Rechte der Kirche gegenüber dem König und seine Predigten machten ihn beim Volk berühmt und dem König lästig. Im Jahre 1380 wurde er zum Priester geweiht und Pfarrer an der Galluskirche in Prag, wo er sich besonders um deutschstämmige Kaufleute bemühte. 1389 wurde er Generalvikar der Diözese Prag, die Auseinandersetzungen mit König Wenzel IV., König von Böhmen und Deutschland und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, nahmen zu.

Die Überlieferung berichtet, dass die Königin Johannes zu ihrem Beichtvater wählte. König Wenzel wollte nun Johannes zwingen, das Beichtgeheimnis zu brechen, aber er weigerte sich, wurde deshalb gefoltert und in die Moldau geworfen.

Der Leichnam wurde im Veitsdom in Prag bestattet und Johannes wurde schon bald als Märtyrer verehrt. Im Jahre 1719 fand man bei der Öffnung des Grabes Gebeine und Zunge unversehrt. Sein Denkmal auf der Prager Karlsbrücke, das 1693 errichtet wurde, machte ihn zu einem der wichtigsten Brückenheiligen.

Johannes wurde 1729 von Papst Benedikt XIII. heilig gesprochen.

Vom 28. bis 30. April 2000 reiste eine Pilgergruppe aus Auffach zum Grab des Hl. Johannes von Nepomuk nach Prag.

Am Grabmal im St. Veits-Dom in Prag feierten die Pilger gemeinsam einen Gottesdienst. Das prunkvolle Hochgrab (3700 kg Silber) wurde in den Jahren 1733 bis 1736 nach einem Entwurf von Fischer von Erlach errichtet.