| Liebe
Auracherinnen und Auracher,liebe Kinder und Jugendlichen |
| Im Dezember 2004 wurde ich in Jochberg zu einer Beerdigung gerufen. Die Ministranten fragten mich in der Sakristei, ob ich der neue Pfarrer sei. Damals musste ich sie enttäuschen und mit Nein antworten. Ich konnte mir nicht vorstellen,wie mein weiterer Weg meines Priestertums verlaufen wird. Auch heute kann ich es mir nicht vorstellen, wohin mich Gott noch führen wird. Aber eines weiß ich, dass ich auf seine Liebe und seine Führung vertrauen kann. Deshalb wählte ich folgenden Vers aus dem Responsorium des Nachtgebetes der Kirche für meinen Primizspruch: „ Herr auf dich vertraue ich, in deine Hände lege ich mein Leben“. Mein Leben wurde in immer größerem Ausmaß von diesem Gottvertrauen geprägt. So möchte ich meine damalige Vorstellung im Pfarrbrief in Erinnerung rufen und ergänzen: Geboren am 1. November 1965 in Salzburg, Vater pensionierter Finanzbeamter, Mutter Hausfrau, besuchte ich Kindergarten und Volksschule. In meiner Heimatpfarre Salzburg / Taxham war ich eifriger Ministrant, später Lektor und Pfarrgemeinderat. Nach der Matura bei den Herz-Jesu-Missionaren in Salzburg Liefering folgte ich bereits einmal dem Ruf Gottes und trat nach der Matura ins Priesterseminar ein. Doch war mein Vertrauen zu dieser Berufung noch nicht groß genug und so führte mein Weg vorerst in eine andere Richtung. Ich studierte in Salzburg Rechtswissenschaften, und arbeitete nach Bundesheer und Studienabschluss im Bankbereich und als Rechtspraktikant am Bezirks- und Landesgericht Salzburg. Nach einem Jahr pastoralen Einsatz im Oberpinzgau (Neukirchen, Wald, Krimml) kam ich für drei Jahre nach Kirchberg/Tirol mit Aschau und Reith bei Kitzbühel. Davon durfte ich Euch ein Jahr im Rahmen der Aushilfe in den schweren Stunden begleiten. Dann war ich zwei Jahre in Bad Hofgastein und Dorfgastein, unterrichtete zuerst in der Volksschule Bad Hofgastein, dann 1 Jahr im Gymnasium St. Johann im Pongau. So bin ich froh über die prophetische Gabe der Ministranten, freue mich auf die gemeinsame Arbeit und erbitte den Segen Gottes für unsere Pfarrgemeinden im Sinn des Apostel Paulus und Papst Benedikt. "Alles geschehe
so, dass es aufbaut" (1 Kor 14,24).
Alles muss dazu beitragen, das kirchliche Gefüge in geordnete Weise aufzubauen, und zwar nicht nur ohne Stillstand, sondern auch ohne Kehrtwendungen und ohne Brüche“. (Papst Benedikt XVI., Katechesen über die Apostel). Christoph Gmachl-Aher, Pfarrer von Aurach und Jochberg |