Pfarrkirche Elixhausen Eine kleine Kirche - wohl eher eine Kapelle - wurde in Elixhausen im Jahr 1168 (nach anderen Angaben 1173 bzw. 1175) errichtet und von Bischof Ulrich von Halberstadt eingeweiht.
1516 ersetzte man diese erste Kirche durch einen gotischen Neubau, den am 24. August (Fest des hl. Bartholomäus; Patrozinium) der Bischof von Chiemsee, Berthold Pürstinger konsekrierte.
Trotz des eigenen Gotteshauses gehörte Elixhausen weiterhin zur Pfarre Bergheim, die zu den Ur- bzw. Mutterpfarren der heutigen Erzdiözese zählt. Nur zweimal im Jahr fand in Elixhausen eine heilige Messe statt, in der übrigen Zeit war der Gottesdienst in Bergheim.

Diese unbefriedigende seelsorgliche Situation förderte den Wunsch der Gemeinde nach einem eigenen Seelsorger. Fürsterzbischof Hieronymus Colloredo trug diesen Forderungen Rechnung und genehmigte am 24. April 1798 die Errichtung eines Vikariates in Elixhausen.

Da die Kirche bald den gestiegenen Ansprüchen hinsichtlich Größe und Ausstattung nicht mehr genügte, wurde sie 1823 - mit Ausnahme des Turmes - abgerissen und auf Kosten der Gemeinde das heutige Gotteshaus errichtet. Am 28. September 1824 erfolgte die Konsekration durch Fürsterzbischof Augustin Gruber. Der nächste Schritt war die Erhebung zur Pfarre am 1. Juli 1891.

Marienaltar

Das Langhaus ist ein dreijochiger Saalraum. In der Nord- und Südwand gibt es je drei Fenster. Im Westjoch ruht eine dreigeschossige Empore, zu der Holztreppen hinaufführen.
Im Osten des Langhauses stehen an den stark einspringenden Wänden des Chores zwei Seitenaltäre. Der Hl. Kreuzaltar (rechts) stammt von einem Neumarkter Tischler aus dem Jahr 1823. Der Kern des Marienaltares (links) stammt aus der Schlosskapelle Ursprung.

Kreuzaltar

Der Hochaltar (1629) stand ursprünglich in der Klosterkirche Nonnberg, wo er 1769 abgebrochen und nach Elixhausen transferiert wurde. Das Hochaltarbild (St. Bartholomäus) und das Aufsatzbild (Gott-Vater) stammen aus dem Jahr 1853 und wurden von Josef Rattensperger gemalt.

1995 wurde die Kirche renoviert. Aus dieser Zeit stammen der Volksaltar, Ambo und Taufbecken im Chorraum.

Hochaltar

Quelle: Elixhausen - Gemeinde im Geiste Jesu, Hrsg.: ÖVP-Frauenbewegung, F.d.I.v.: Prof. Dr. Alfred Rinnerthaler