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Pfarrbrief - Ostern 2003 Ostern 2003: Tod und Leben? Liebe Pfarrfamilie! Ostern verwirrt uns. Ostern verwirrt uns, aber wir brauchen Ostern. Ohne Gott und seiner Zuwendung in seinem Sohn Jesus zerbricht die Welt, zerbricht der Mensch. In der Osternacht, die wir hoffentlich erleben dürfen, geht uns wieder, so hoffe ich, ein Licht auf. Was Worte nicht fassen können, wird uns in einer Fülle von Bildern und Symbolen aus dem Erbe aller Menschheitsreligionen nahe gebracht. Vor allem die Lichtsymbolik weist darauf hin, dass Ostern die Ursehnsucht und die Urhoffnung der Menschheit beantwortet. Das Osterfeuer, an dem wir unsere Kerzen anzünden, die wir in die dunkle Kirche tragen, steht für das Licht aus einer anderen Welt, das unsere Dunkelheit erleuchtet. Wenn wir unsere Kerze weiterreichen, damit ein anderer sein Licht an ihr entzünden kann, geben wir Leben, Licht, Wärme weiter. Wenn wir das Licht mit nach Hause nehmen, soll es unseren Alltag mit österlichem Licht erhellen. Ostern ist der Weg ins Licht, vom Tod ins Leben, das uns die geöffneten Gräber sehen lässt. Ich möchte mit einer Inschrift auf dem Schwanberg bei Würzburg meinen Osterbrief beenden. Dort steht: "Seid ohne Furcht, Christus WIR FEIERN DIE HEILIGE WOCHE Karwoche Di. 15.04.: 7.15 Uhr Messe Do. 17.04.: GRÜNDONNERSTAG Fr. 18.04.: KARFREITAG Sa. 19.04.: KARSAMSTAG - Grabesruhe Christi 21.00 Uhr Feier der Osternacht So. 20.04.: OSTERSONNTAG Mo.21.04.: OSTERMONTAG Die Kinder, die im vergangenen Jahr getauft wurden, waren mit ihren Eltern in den Festsaal der Nachbarschaft zu einem Gottesdienst und zum anschließenden Pfarrkaffee eingeladen.
Sammelergebnisse: Dreikönigsaktion der Sternsinger - EURO 4.464,11.Caritas (derzeitiger Stand) - EURO 4641.-- Diakonats Wortgottsdienstseelsorge In der Ausübung und Feier der heiligen Liturgie, der Sakramentenverwaltung, liegt unsere Pfarrgemeinde ganz richtig auf der Grundlage, die im II. Vatikanischen Konzil (1962-65) erarbeitet wurde. Neben dem Pfarrer arbeitet bei uns ein Team der Wortgottesdienst Seelsorge und seit kurzem ein Diakon. Was ist ein Diakon? Schon in der Apostelgeschichte des Neuen Testamentes wird im Kapitel 6 von der Einsetzung der sieben Diakone (oder "Diener") berichtet, die die Apostel neben der Wortverkündigung von der Armen und Krankenpflege entlasten sollten. Später wurde aber auch der Diakon zu Dienstleistungen am Gottesdienst herangezogen. So gilt heute in der morgenländischen und katholischen Kirche als Diakon, wer die Stufe der Diakonatsweihe empfangen hat. (Vor der Erneuerung des Kirchenrechtes war die Diakonatsweihe die letzte Stufe vor der Priesterweihe.) Der Diakon wird eingesetzt in der Seelsorge: als Spender der Taufe, Amtszeuge bei Trauungen, zur Kommunionspendung, bei Beerdigungen, zur Predigt und Gestaltung von Wortgottesdiensten, usw.
Wortgottesdienst Seelsorge Begonnen hat alles mit der Muttersprache in der katholischen Kirche. Jahrhunderte sprach und sang man in der Kirche nur lateinisch. Latein hat sich neben der klassischen Antiksprache zu einer Kirchenlateinsprache weiterentwickelt. Schon vor der Reform der Kirche beim II. Vatikanischen Konzil kam allmählich die Muttersprache (also deutsch bei uns) zu Wort. Zunächst wurden die Lesungen in der Muttersprache vorgetragen. In der weiterem Entwicklung setzte sich dann die Muttersprache in der Liturgie voll durch (Messe, Sakramentenspendung, Segnungen, usw.). Mit Aufkommen des Priestermangels war es oft nicht mehr möglich, nur "Messen" in der Gemeinde zu feiern. So entwickelte sich, aus der gesamten Eucharistiefeier heraus, eine "Wortgottesdienstfeier", die nun "Laien" übernahmen. (Nach dem heutigen Kirchenrecht sind "Kleriker": Bischöfe, Priester und Diakone, "Laien": die Frauen und Männer des Volkes.) In unserer Gemeinde ergab sich nun die offene und für unsere Zeit wohl auch höchst überfällige Einrichtung der "Wortgottesdienste". So wird die Liturgie bereichert und die Priester entlastet. Dazu nun noch ein ganz persönliches Wort: Ihr wisst ja, dass ich im vergangenen Jahr einen gesundheitlichen Einbruch erlitt. Gründe dafür liegen sicher in meinem vorgerückten Alter, in meiner doch sehr belastenden Arbeit durch viele Jahrzehnte und in manchen ganz persönlichen Schicksalsschlägen. Ich war praktisch für eine Zeit lang "ausgebrannt". Das war aber auch ein Segen für die Gemeinde und auch für mich. Es "formierten" sich die aktiven und rührigen Christen unserer Pfarre. Es entstand, ein bereits bestehendes, aber jetzt noch mehr gefordertes "Wortgottesdienst Team". Dazu kam mir noch, fast durch Zufall (falls es so was gibt), ein Diakon "zugeflogen". Das ermöglicht nun: für mich als Pfarrer eine Entlastung und starke Hilfe, so dass ich vielleicht so Gott will noch einige Zeit euer Pfarrer sein darf. Fürs zweite , eine noch aktivere und umfassendere Form liturgischer Möglichkeiten in Gesang, Gebet, Predigt und Sakra-mentenpastoral. Dafür bin ich dankbar. So bitte ich Euch in diesem Pfarrbrief: vertraut den, und stärkt die Menschen, welche sich von innerer Verantwortung getragen der Arbeit in der Pfarrgemeinde auch im innersten Bereich der Glaubensverkündigung zur Verfügung stellen. Ich danke allen herzlich für den Einsatz und weiß mich verbunden mit der Tatsache: Gott lässt uns nie im Stich, auch nicht in schweren Zeiten. Euer Pfarrer Einfach zum Nachdenken: Fastenzeit und Osterzeit ... Die Kernaussage unseres christlichen Glaubens, dass Tod nicht mit "endgültigem Ende" gleichzusetzen ist, verdichtet sich zu Ostern, wenn wir "Auferstehung" feiern. Und wir feiern damit auch das Prinzip Hoffnung nicht nur für unser jeweils persönliches Leben, sondern auch für das Leben unserer (Pfarr-)Gemeinde. Denn der Weg von Aschermittwoch bis Ostern, das ist ein Weg Zurücklassen, etwas absterben lassen (müssen) - Neues entwickeln, entstehen lassen, diese Erfahrung machen wir auch immer wieder in unserer Arbeit im Pfarrgemeinderat. Wir müssen auf Gegebenheiten Antworten finden, und eine solche "Antwort" war vor drei Jahren die Einführung von Wortgottesdiensten, da sonst der Gottesdienst an so manchen Samstagen oder Sonntagen ganz einfach nicht mehr stattfinden hätte können. Andererseits wird "Kirche sein" nach wie vor am deutlichsten in der Feier der Liturgie, wo sich Menschen zusammenfinden, um ihr Leben in ganz besonderer Weise mit Gott in Verbindung zu bringen. Gott zu loben, zu danken, und ihn um alles zu bitten, was für das Leben wichtig ist, ist Gottes-Dienst im doppelten Sinn: Gottes Dienst an uns Menschen und unser Dienst, der daraus resultiert, dass wir uns Gott verdanken. Denn Gott ist in seinem Wort gegenwärtig in unseren Lebenszusammenhängen, überall dort, wo sich Menschen um sein Wort versammeln, es lesen und hören und sich in geschwisterlicher Weise Überlegen, was sein Wort für uns und unsere Zeit aussagen will. Letztendlich geht es darum, Kirche und Welt, Immanentes und Transzendentes, Glaube und Leben so eng miteinander zu verknüpfen, dass deutlich wird: Reich Gottes ist schon mitten unter uns, auch und gerade im normalen Leben; Gott ist bei uns in allen Lebenslagen und will, dass es uns gut geht (Evangelium wörtlich übersetzt!). Gelingt uns dies in unsere Gottesdienste miteinzubeziehen, so wird Liturgie zum lebendigen Dialog zwischen Gott und Menschen, zur Communio untereinander und mit ihm.
Nicht alle unsere Wünsche, Dietrich Bonhoeffer
MitarbeiterInnen des Arbeitskreises "Wortgottesdienst"sind: Wir freuen uns über Ihre Rückmeldungen, Anregungen und Ihr Mittun! Zwei Überlegungen zum Wortgottesdienst Wichtig ist für mich auch die etwas andere Form der Gottesdienstgestaltung, die ein Abweichen vom starren Schema einer Eucharistiefeier und somit das Ausnützen von Freiräumen ermöglicht. Diese Form ermöglicht einen leichteren Zugang zur Kirche und deren Angeboten, welche vor allem von jungen Menschen in vielen Bereichen als nicht mehr zeitgemäß und aufgeschlossen empfunden werden. In diesem Sinne ist Gott für viele sprachlos geworden, er ist für sie kein lebendiger Bezugspunkt mehr. Hier sehe ich die große Chance des Wortgottesdienstes. Das Wort Gottes ist SEIN verlässliches Versprechen an uns, immer unter uns zu sein. Er erreicht uns in zweifacher Weise in der Sprache der Heiligen Schrift und in den einfachen Ereignissen des täglichen Lebens, beides kann im Wortgottesdienst optimal kombiniert und in positive Glaubens- und Lebensenergie umgewandelt werden. In Jesaja 55,10f. steht: "Denn wie der Regen und der Schnee vom Himmel fällt und nicht dorthin zurückkehrt, sondern die Erde tränkt und sie zum Keimen und Sprossen bringt, , so ist es auch mit dem Wort, das meinen Mund verlässt: Es kehrt nicht leer zu mir zurück, sondern bewirkt, was ich will." Nicht unbetont lassen möchte ich auch, dass viele Pfarrgemeinden mit Personalproblemen kämpfen, sodass es mitunter immer öfter vorkommt, dass mehrere Pfarren durch einen Priester betreut werden müssen. Durch diese strukturellen Probleme leidet natürlich auch das Angebot in den jeweiligen Pfarrgemeinden, vor allem eine der Kernaufgaben, die Seelsorge. Ein gut aufbereiteter Wortgottesdienst hat das Potenzial, durch individuelle Elemente die Menschen direkt anzusprechen und einzubinden, sie aus der Einsamkeit herauszuführen und mit anderen Menschen zusammenzuführen. Schließlich gilt das Wort Jesu auch für unsere Pfarrgemeinde: "Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen!" Wagenhofer Christof Vorweg einen Satz aus dem Zweiten Vatikanischen Konzil: "Die Liturgiekonstitution spricht nicht nur vom Tisch des Herrenmahls, sondern auch vom Tisch des Gotteswortes. Das Wort Gottes ist Brot des Lebens." Die Wortgottesdienste in Elixhausen gibt es seit ca. zwei Jahren und sollen Herrn Pfarrer Wanger an manchen Wochenenden entlasten. Da nicht immer eine Priester-Aushilfe gefunden werden kann, entschied man sich für diese Form der gemeinsamen Sonntagsfeierstunde. Als Mitarbeiterin im Wortgottesdienst-Team frage ich mich immer wieder: "Sind wir auf dem richtigen Weg? Wie wird diese Art von gemeinsamen Feiern aufgenommen?" Der Wortgottesdienst soll keine "kleine Messe", keine Imitation der Eucharistiefeier sein. Meine Sorge ist, dass Laien im Altarraum etwas "zelebrieren", darbieten, während die Gemeinde nur als passive Zuschauer fungiert. Der Wortgottesdienst sollte ein Gottesdienst sein, der es in sich hat, das Wort Gottes als Brot des Lebens. Alle Getauften und Gefirmten haben den Gottesgeist und dürfen teilhaben am Priestertum und Prophetenamt Jesu Christi. Damit kein Mißverständnis aufkommt, Eucharistie und Priesteramt sind unersetzlich, aber wenn es wahr ist, dass Gott durch Zeichen der Zeit auch in der Kirche zu uns sprechen will, dann hat die Einführung des Wortgottesdienstes neben den Notsignalen auch Chancen. Ich würde mir wünschen, dass die Wortgottesdienste als gemeinsame Feiern angenommen werden, wo sich jeder einbringen kann. Der katholische Glaube ist keine Religion, die man allein lebt, sondern mit anderen Gläubigen in der gemeinsamen Beziehung zu Gott In diesem Sinne freue ich mich auf weitere gemeinsame Wortgottesdienste in unserer Pfarrkirche Elisabeth Brunnauer Das Große Osterfest "Der Herr ist wirklich auferweckt!..." (Lukas 23,34)Tote Seelen werden lebendig. Unbewegliche kommen in Bewegung. Die mit Ausreden reden sich Mut ein. Selbst Karteileichen werden lebendig. Lothar Zenetti
Unsere Firmgruppen: Das Symbol unserer Gruppe, die Frau Gabriela Zehentner führt, ist die Spirale.
Gottes Segen sei mit dir!
Sieben tolle Teenager wollen mit Rat und Stärke zur Firmung gehen. (Christoph
Tschaudi, Michael Forstner, Andreas Abraham, Viktoria Kesman, Cornelia Moser, Daniela
Winkler und Michael Wagner) Ein besonderes Anliegen ist uns mit den Stärken der Firmlinge zu arbeiten.
BARRIEREN IN DEN KÖPFEN ABBAUEN Mit Beschluss des europäischen Rates wurde das Jahr 2003 zum europäischen Jahr der Menschen mit Behinderungen erklärt. Die Perspektive dieses Jahres liegt auf Fragen nach dem Recht auf Selbstbestimmung, uneingeschränkter Teilhabe sowie völliger Gleichstellung von behinderten und nicht behinderten Menschen. Die Aktion "BEHINDERT IST, WER BEHINDERT WIRD" versucht auf Ungleichbehandlungen und Diskriminierungen aufmerksam zu machen. Unbestreitbar ist, dass auf diesem Gebiet noch viel zu tun ist. Dies beginnt bei konkretem Handeln jedes einzelnen Menschen und setzt sich fort in ganz konkrete politische Maßnahmen. Konkrete Fragen in der eigenen Umgebung können sein:
BEHINDERT IST, WER BEHINDERT WIRD fordert auf nachzudenken und zu beobachten, wo im alltäglichen Leben sichtbare und unsichtbare Barrieren bestehen, die Menschen zu be hinderten Menschen machen. Franz Neumayer ![]() Kleine Geschichte des Osterfestes Das Datum des Osterfestes hängt mit dem jüdischen Zeit- und Festtagskalender zusammen. Dort begannen die Monate jeweils mit dem Tag des Neumondes. Der erste Monat nach Frühlingsanfang hieß Nisan. Am 14. Nisan, dem Vollmondtag dieses Monats, feierten die Juden ihr Osterfest - Passah oder Pascha - zur Erinnerung an die Errettung aus Ägypten. Bis ins 2. Jahrhundert hinein war der 14. Nisan, ganz gleich auf welchen Wochentag er fiel, dann auch das Datum für das christliche Osterfest. Ein Teil der Christenheit (in Kleinasien) behielt diesen Termin bei, während sich Rom und damit der größere Teil der Kirche für den auf den 14. Nisan folgenden Sonntag entschied. Das I. Konzil von Nizäa (325) beschloss die endgültige Regelung: Ostern wird alljährlich am Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond gefeiert. Damit ist eine Schwankungsbreite von 5 Wochen (22. März - 25. April) gegeben. Das Osterfest ist eines unserer ältesten Feste. Bereits im 4. Jahrhundert wurde Ostern als christliches Fest, als "Fest der Feste", hochgeschätzt. Nach dem heiligen Beda (8. Jahrhundert) kommt der Name Ostern vermutlich von der germanischen Gottheit Ostera oder Eostre, eine angelsächsische Gottheit des strahlenden Morgenrots und des aufsteigendes Lichtes. Sie war die Frühlingsgöttin, für die alljährlich ein Frühlingsfest veranstaltet worden war. Andere Forscher führen Ostern auf "ostra" zurück, ein althochdeutsches Wort, das die Zeit bezeichnet, in der die Sonne wieder genau im Osten aufgeht. Nach altem Glauben hüpft die Sonne aus Freude über den Auferstandenen am Ostermorgen mehrmals empor. Allen Erklärungsversuchen liegt die Vorstellung von Christus als der im Osten aufgehenden Sonne zugrunde.
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