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Pfarrbrief der katholischen Pfarrgemeinde Elixhausen Liebe Schwestern und Brüder unserer Pfarrgemeinde! Mit dieser Einladung des Propheten Jesaja haben wir den Advent eröffnet. Stimmt es, dann hat Gott uns bis jetzt eine gute Zukunft geschenkt. Und wir haben es so gebraucht in unserer von Müdigkeit und Angst geprägten Zeit. Ermutigung haben wir wohl nötig! Jetzt ist Weihnachten da! Weihnachten ist heuer anders. Haben Sie´s schon gemerkt? Weihnachten ist dieses Jahr anders, ganz anders. Ich meine damit nicht, ob Sie schon das Festtagsmenü für ihren Hund und ihre Katze gekauft haben, „zarte Gans im Vierecksdöschen“, oder den „Christgeburtssekt für besondere Stunden zu zweit“. Das meine ich nicht, obwohl der Blick in die Werbung in diesen Tagen einem manchmal den Atem verschlägt. Nein: Weihnachten ist in diesem Jahr anders als letztes Jahr, weil… weil sich etwas verändert hat. Manche erleben das ganz direkt: In einigen Familie lebt heute ein Kind, das vor einem Jahr noch nicht geboren war. In anderen Familien fehlt heute jemand am Tisch, weil der Tod ihn aus ihrer Mitte gerissen hat. Vielleicht feiern Sie auch Weihnachten als frisch Verliebte oder auch mit einer Beförderung in der Tasche. Andere fühlen schmerzlich, dass ihre Beziehung zerbrochen ist, dass sie betriebsbedingt gekündigt wurden, dass der Arzt die Diagnose „unheilbar“ gestellt hat. Vermutlich ist bei den meisten die Veränderung nicht so direkt spürbar: Sie feiern am gleichen Ort, mit den gleichen Menschen, möglicherweise sogar mit dem geliebten Festessen: „Alle Jahre wieder …“. Und doch: auch Sie, wir alle haben uns verändert, denn wir haben seit Weihnachten 2003 ein ganzes Jahr gelebt. 366 Tage und Nächte, voller Alltäglichkeiten und Überraschungen, Erwartungen und Enttäuschungen, Erfahrungen und Erlebnissen, die nicht spurlos an uns vorübergegangen sind, sondern die uns verändert haben. Und weil ich mich verändert habe, weil Sie sich verändert haben, weil die Welt sich verändert hat, deswegen ist Weihnachten in diesem Jahr anders als im letzten. Ganz anders!
Trotz all dieser Überlegungen – etwas
bleibt. Weihnachten bleibt ein Geheimnis. Weihnachten ist ein Wagnis. Wir können es nur anschauen und uns erfüllen lassen vom Duft der Christrose. Und darin keimt vielleicht auf: „Das Bleibende des Lebens ist die Verwandlung“. Ich wünsche uns das. Dann wäre Weihnachten dieses Jahr anders, ganz anders.
Ihr Pfarrer
„Jesus sieht Gott anders“
Es ist keine Frage: Jesus sieht Gott
anders. Nein, einen solchen Gott, der unser eigener Götze wäre, hat Jesus nicht verkündet. In diesem Sinne wollte er gar keinen neuen Gott verkünden, sondern durchaus den Gott Israels, den Schöpfer und Richter der Welt. Wie viele Menschen seiner Zeit sieht auch er Weltenwende und Weltgericht kommen, den neuen Himmel und die neue Erde, die Welt Gottes, welche diese dem Bösen ausgelieferte Welt ablöst: Gottes Reich.
Und wie sein Vorläufer Johannes, dessen
Taufe er empfangen hat, predigt Jesus angesichts des kommenden
Gottesreiches Umkehr. Seine Predigt vom Gericht Gottes darf nicht
zugunsten einer Predigt von Gnade und Liebe Gottes eliminiert werden; zu
viele Stellen handeln davon. Die Lage ist ernst: Man kann das
Gottesreich auch verfehlen. Und doch: das Gericht hat bei Jesus einen
anderen Stellenwert. Wo der Täufer von Zorn und Verwerfung redet,
spricht Er von Heil und Erbarmen. Anders als die finstere
Gerichtsdrohung des Asketen Johannes ist Seine Botschaft von Anfang an
eine freundliche, erfreuliche Botschaft von der Güte des nahenden Gottes
und seinem Reich der Gerechtigkeit, der Freude und des Friedens. Statt
der Drohbotschaft eine Frohbotschaft, das Reich Gottes primär, nicht das
Gericht, sondern Gnade für alle.
Jesus reflektiert überhaupt nicht über
Gottes inneres Wesen. Er spricht von Gott in Gleichnissen: nicht
spekulierend und nicht argumentierend, sondern erzählend. Gott ist für
ihn das konkrete Gegenüber seines glaubenden Vertrauens und hingebenden
Gehorsams. Zu diesem einen Gott bekennt er sich, diesen einen Gott soll
der Mensch von ganzem Herzen lieben: die Liebe zu Gott zugleich mit der
darin begründeten Liebe zum Nächsten – schon im Alten Testament
gefordert – stellt er als alles umfassendes Hauptgebot heraus. Dabei ist wichtig: für Jesus wirkt Gott nie nur in einem „übernatürlichen“ Bereich. Er waltet mitten in der Welt, was jedes ängstliche sich Sorgen überflüssig macht. Dabei schließt Jesus nicht durch Schlussfolgerungen von der Welt auf Gott. Vielmehr sieht er die ganze Welt im Lichte Gottes: ein großes Gleichnis, das auf den Schöpfer und Vollender der Welt zugleich verweist. So wird die Welt verstanden, wie es damals möglich war, ohne Kausalität und Naturbegriff, aber doch so, dass man in ihr ganz praktisch leben kann: in ihr als Gottes guter, aber vom Menschen verdorbener Welt. So ist dieser Gott in großer Spannweise zugleich jenseitig und diesseitig, fern und nah, überweltlich und innerweltlich, zukünftig und gegenwärtig. Gott ist ausgerichtet auf die Welt: Kein Gott ohne Welt! Und die Welt ist ganz bezogen auf Gott: Keine Welt ohne Gott! Im nächsten Pfarrbrief bewegt uns die Frage: „Ist Gott männlich?“ Oder …? NB. zitiert nach Hans
Küng, Existiert Gott?
„Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte, würde ich mir nicht mehr so viele Sorgen um Kleinigkeiten machen, ich würde mir öfters Zeit nehmen, für die Menschen und die Dinge, die mir wirklich wichtig sind, ich würde mich öfters auf die Hausbank setzen und zu den Sternen am Himmel aufschauen, ich würde öfters über die Felder gehen und die Sonne spüren und den Schnee und den Wind, ich würde meine Gefühle wichtiger nehmen, ich würde öfters lachen und auch weinen, ich würde meine Mahlzeiten nicht mehr so hastig und gedankenlos verschlingen, sondern mit tiefer Dankbarkeit für alles, was da ist, ich würde jeden Tag annehmen als einmaliges, nie wiederkehrendes Geschenk, ich würde euch, meinen Kindern und Enkelkindern, nicht mehr so viele Ratschläge geben, sondern mehr darauf vertrauen, dass ihr euch schon in rechter Weise entwickeln werdet, ich würde in euch den Glauben an einen Gott wecken, einen Gott, der mich und die Meinen durch all unsere Irrtümer und Fehler, durch unsere Freuden und Erfolge begleitet, einen Gott, der dort, wo wir schuldig geworden sind, diese Schuld mit uns trägt, der uns im Auf und Ab des Lebens Hilfe und Stütze ist ... „
Das Sakrament der Ehe haben sich 2004 gespendet:
Zum
Herrn sind 2004 heimgegangen:
Katholisches Bildungswerk Elixhausen
Elisabeth Brunnauer, die mit
mir seit Juli 1998 das KBW-Elixhausen geleitet hat, hat ihre Funktion
niedergelegt. Für ihre Mitarbeit und ihr Engagement möchte ich herzlich
danken. Wir waren ein guter Zwei-Frau-Betrieb.
Veranstaltungsvorschau 2005: 24.04.2005: „Vogelstimmen hören“ Morgendliche Wanderung zu den Ragginger Seen mit Karl Murauer aus Grödig. Treffpunkt um 5 Uhr Früh bei der Raiba. 21.05.2005: „Fürstentafel und Gesindetisch“ Festungsführung mit dem Schwerpunkt Esskultur mit Dr. Siegrid Schmidt. Treffpunkt um 14 Uhr bei der Talstation der Festungsbahn. 12. - 14.08.2005: „Bergtage“ Es geht in den Lungau zur Merlhütte. (auch für Familien)
Nähere Informationen erhalten
Sie noch durch unsere Handzettel.
Ihr KBW-Team: ![]() Zwischen 2. und 6. Jänner 2005 sind auch in unserer Pfarre wieder die Sternsinger unterwegs. Ein "Vergelts Gott" für Ihre Spende an Caspar, Melchior und Balthasar!
Nächste Termine:
Fr.
24.12.: Hl. Abend
Sa. 25.12.: HOCHFEST DER
GEBURT DES HERRN -Weihnachten
So. 26.12.: FEST DER
HEILIGEN FAMILIE
Di. 28.12.: UNSCHULDIGE
KINDER
Fr. 31.12.: Silvester
Sa. 1.01.: HOCHFEST DER
GOTTESMUTTER MARIA
So. 2.01.: 2. Sonntag nach
Weihnachten Di. 4.01.: 7.15 Uhr Messe
Do. 6.01.:
Erscheinung des Herrn
– Hl. Drei König
Wichtige Gottesdiensttermine im
nächsten Jahr: für kleine und große Anregungen, Anliegen und Ideen: Ideen- und Kummernummer Elixhausen
An alle, die in irgendeiner Form in unserer Pfarre mitdenken, mitarbeiten, mithelfen, mitentscheiden, mittragen, mitfeiern, mitfinanzieren, mitvorbereiten, mitorganisieren …
Ein herzliches
DANKE! |