Anton Oppacher

Anton Oppacher wurde am 16. August 1770 als Sohn der Wirtsleute Mathäus und Maria Oppacher geb. Enzinger in Jochberg geboren. Er vermählte sich am 10. februar 1795 mit der Maria Daxerin zu Jochberg. Aus dieser Ehe enstammten sechs Kinder. Oppacher musste durch den frühen Tod seines Vaters schon sehr Jung den elterliche Anwesen übernehmen. Er war als Wirt sehr geschätzt und als passionierter Jäger weithin bekannt.
1796 und 1797 machte Oppacher als Leutnant unter dem Kommando des Jochberger Hauptmann Taxer den Feldzug gegen die napoleonischen Truppen in Südtirol mit. Die Tiroler Landesschützen bewiesen, dass die Franzosen nicht unbesiegbar waren, durch Siege an der Salurner Klause und auf den Höhen des Spinges. Oppacher wurde mit der Tapferkeitsmedaille in Silber ausgezeichnet.
1800 zog er als Landsturm-Oberleutnant zuerst an den Inn, dann über Kössen nach Unken, Melleck und Botenbühel, wo er in hohem Maße dazu beigetragen hat dass die napoleonischen Truppen dreimal erfolgreich abgeschlagen wurden.
1805 stand Oppacher unter Hagers Kommando am Paß Strub, welchen er mit seinen Mannen sechzehn Stunden lang verteidigte, bis er selbst verwundet wurde. In den darauffolgenden Kriegsjahren war Oppacher mehrmals im Einsatz bis er am. 30. Juli 1809 vor das Kriegsgericht kam. Nur seine Humanität gegenüber Kriegsgefangenen rettet ihn. Er wurde freigesprochen. 1820 wurden Anton Oppacher vom Österreichischen Kaiser hoch dekoriert, er erhielt die mittlere Goldmedaille, und man wollte ihm eine Gnadenpension geben. Diese lehnte er in Anbetracht seiner tapferen Kriegskameraden und als vermögender Wirt dankend ab.
1832, am Jahrestag der Schlacht am Paß Strub, bekam Oppacher hohen Besuch in seinem Wirtshaus zu Jochberg ( heute "Schwarzer Adler") von Kaiser Franz 1. und seine Gemahlin.
1838 paradierte er mit seinen noch lebenden Schützenveteranen in St. Johann i. T. vor Kaiser Ferdinand.
1842 wurde Anton Oppacher als Bauernstandsvertreter in den Landtag gewählt.Noch vorhandene Privatpost beweist, dass er nicht nur im Krieg ein ausgezeichneter Organisator war, sondern auch als Landwirt und Wirt weit über Jochberg hinaus geschätzt wurde.
Anton Oppacher starb am 16. Jänner 1845 im 75. Lebensjahr in Jochberg, wo er auch begraben liegt.


Quelle: Oppacher-Schützenchronik, Jochberg 1984






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