Im Lichterlabyrinth unter der Domkuppel setzten Schülerinnen der BAKIP den Psalm 84 in Szene. Foto: EDS

17.000 stürmten die Salzburger Kirchen

Besucherrekord bei der dritten „Langen Nacht der Kirchen“ in Salzburg

SALZBURG (eds/wk – 5. 6. 2009) / „Wir sind hochzufrieden“, freut sich der Benediktiner Frater Virgil Steindlmüller als Koordinator der dritten Langen Nacht der Kirchen. Heuer hat letztlich auch das angenehme Wetter am Abend dazu beigetragen, dass die Besucherzahl des Vorjahres so hoch überschritten wurde. Fr. Virgil spricht von rund 17.000 Frauen und Männern, die heute die 150 Programmpunkte in Salzburg frequentieren, eine Steigerung von 70 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Allein am ökumenischen Eröffnungsgottesdienst im Dom nahmen etwa 3000 Gläubige teil. „Im licht durchfluteten Raum können wir etwas erahnen von der Größe Gottes“ sagte Dompfarrer Prälat Balthasar Sieberer in seiner Begrüßung. Mit Senior Klaus Niederwimmer von der evang. Kirche, Pastorin Esther Handschin von der evang.-methodistischen Kirche, Pfarrer Martin Eisenbraun vion der Altkatholischen Kirche und Erzpriester Dr. Dimitri Viezuianu von der rumänisch-orthodoxen Kirche zelebrierte er die Feier.

Der ökumenische Gospelchor unter der Leitung von Manfred Schwarz brachte mit schwungvollen Liedern den Dom zum Swingen. Schülerinnen der BAKIP der Franziskanerinnen setzten im Lichterlabyrinth unter der Domkuppel den Psalm 84 in Szene. „Dieses Labyrinth schickt uns auf den Weg, um zur Mitte, zu Jesus Christus, zu kommen“, sagte Pastorin Handschin.

„Beim Wegräumen des Schutts im zerstörten Dom wurden nach dem Krieg wohl auch Barrieren und Vorurteile weggeräumt, die zwischen den Konfessionen standen“, betonte Martin Eisenbraun in seiner Predigt. In der Ökumene seien viele Fortschritte gemacht worden. „Aber das Gerüst steht noch“, wies er auf noch manche Schranken hin. Es reiche nicht aus zu sagen „wir mögen uns und dann zu bleiben, was wir sind“. Eisenbraun: „Die Ökumene bleibt eine Baustelle, auch Sie können etwas beitragen, dass sich in Ihrer Gemeinde etwas bewegt“, schloss er.

Ein gigantischer Kirchen-Wandertag

„Das ist ja heute ein gigantischer Kirchen-Wandertag“, sagte eine Besucherin der Langen Nacht treffend. Durch den Bezirk St. Peter wälzten sich Jung und Alt. Ob die Paulus-Lesung mit Didgeridoo-Untermalung und der Trommelworkshop in den Katakomben, die Klagemauer und der Breakdance der evang. und der kath. Jugend in der Margarethenkapelle, die Musikgruppe „Salzburger Nockerl“ im Stiftshof oder Haydns „Schöpfung“ in der Stiftskirche – überall drängten sich die BesucherInnen.