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Erzbischof Alois Kothgasser. Foto: eds. Fasten ist ein Weg zu sich selbstErzbischof Kothgasser ermuntert im Hirtenbrief, sich auf den Weg zu machen. SALZBURG (eds/wk – 15. 02. 2010) / „Die Fastenzeit ist eine Einladung, uns auf den Weg zu machen“, schreibt Erzbischof Dr. Alois Kothgasser in seinem Fastenhirtenbrief, der am kommenden Sonntag, 21. Februar, in den Kirchen der Erzdiözese Salzburg verlesen wird. Jesus selbst sei es, der den Weg mit den Menschen geht. Im Fasten und in der Umkehr könne der Weg zu sich selbst gefunden werden. An alle Gläubigen richtet der Erzbischof die Aufforderung des Johannes des Täufers: „Kehrt um, denn das Himmelreich ist nahe!“ Er erinnert an die Weltklimakonferenz, bei der betont wurde, dass es so nicht weitergehen könne, und dass neue Wege für die Zukunft gesucht werden müssten. Umkehr bedeute, auch für sich selbst neue Wege zu suchen, Wege des Lebens. Die Fastenzeit lade ein, Wege des Weniger, der Einfachheit, des Maßhaltens und des Verzichts zu finden. Der Umgang mit der Schöpfung sollte in der Fastenzeit neu überdacht werden, regt der Salzburger Oberhirte an. Laut Experten könne bei einfachen Dingen wie beim Einkaufen, beim Transportverhalten und beim Wegwerfen, begonnen werden. Gerade diese alltäglichen Tätigkeiten würden helfen, das Maßhalten einzuüben und einfacher zu leben. „Es liegt eine besondere Freiheit darin, unnötigen Ballast abzuwerfen“, betont Erzbischof Kothgasser. Das Maßhalten, Loslassen und Verzichten mache die Menschen frei und „leichter“. „Wenn wir frei sind von vielen Dingen und von uns selbst, dann kann Gott in uns wohnen“, schreibt der Oberhirte. Wer umkehrt, der sage ja zum Unterwegssein. Dabei sei das rechte Maß immer entscheidend, denn langes und unmäßiges Fasten schadet, wie schon der heilige Franz von Sales festgestellt hatte. „Es ist besser, regelmäßig das Kleine zu tun als unregelmäßig das Große“, betont der Erzbischof. Es komme darauf an nicht stehen zu bleiben. Die Umkehr auf einen Weg des Lebens schaffe man allerdings kaum aus eigener Kraft. Dazu brauche der Mensch den Beistand Gottes. Dann könne der Mensch von innen her verwandelt werden. „Das größte Aufstehen, die Auferstehung, feiern wir zu Ostern. Jesus schenkt uns einen neuen Weg, auf dem wir alle gehen können“, schreibt Erzbischof Kothgasser abschließend.
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