Toni Wintersteller (2. von links) und Leo Bauernberger (rechts) überreichten dem Erzbischof einen Pilgerstab und Proviant. Foto: EDS

 

Ein Pilgerstab für den Erzbischof

Beim Pilgergipfel wurde Erzbischof Kothgasser über neue Wege informiert.

SALZBURG (eds/wk – 10. 3. 2010) / „Dieses große Netz an Pilgerwegen fördert die Gemeinschaft und die Spiritualität der Menschen“, sagte Erzbischof Dr. Alois Kothgasser beim ersten „Pilgergipfel“, der gestern Abend im Erzbischöflichen Palais stattfand. Die Initiatoren der verschiedenen Pilgerwege aus ganz Österreich informierten den Bischof über ihre Projekte. Tourismusreferent Toni Wintersteller und Tourismus-Geschäftsführer Leo Bauernberger überreichten Kothgasser einen Pilgerstab, einen Rucksack, sowie Salz und Brot.

Der Jakobsweg in Tirol, in Oberösterreich und im Weinviertel, der Via Nova durch den Flachgau, der Rupert-Pilgerweg, der Leonhard-Pilgerweg nach Tamsweg und der Salzburger Mariazeller Weg wurden von ihren Initiatoren vorgestellt. Dechant Roland Rasser aus Saalfelden informierte über den neuen „Pinzgauer Marienweg“, der nach einer Idee von Pfarrer Oswald Scherer mehrere Marienwallfahrtsorte verbindet. „Von Zell am See kann man über Maria Kirchental, Maria Elend, Mittersill über den Pass Thurn zur Marienkapelle Jochbergwald und weiter nach Stuhlfelden wandern. Die Gemeinde und die Europäische Union finanzieren den Pilgerweg.

Auch ein Radpilgerweg von Passau zur Adria ist derzeit im Entstehen. Der Tourismusreferent der Erzdiözese Salzburg, Toni Wintersteller, wies auf die steigende Bedeutung des Pilgerns hin. Heuer werden in der Karwoche wieder mehrere vorösterliche Pilgerwanderungen in verschiedenen Regionen angeboten, nachdem im Vorjahr hunderte Interessenten daran teilgenommen hatten. „Wir bilden jedes Jahr neue Pilgerbegleiterinnen und Pilgerbegleiter aus“, sagte Wintersteller. Erzbischof Kothgasser dankte allen Verantwortlichen für ihre Arbeit, „denn Pilgern ist eine Bereicherung für das spirituelle Leben“. Leo Bauernberger wies darauf hin, dass sich das Pilgern zu einer „Trendsportart“ entwickle. „Toni Wintersteller hat mit bescheidenen Mitteln ein tolles Netzwerk an Pilgerinitiativen aufgebaut“, würdigte er die Verdienste des „Pilgervaters“, der heuer in Pension gehen wird.
 

Nähere Infos: www.pilgerwege.at