Die neugeweihten Diakone: V. l. n. r. Ausbildungsleiter Albert Hötzer, Christian Eder, Johannes Dines, Erzbischof Alois Kothgasser, Johannes Dürlinger, Markus Esterer, Matthias Hohla und der Bischofsvikar für die Diakone, Dr. Hans Reißmeier. Foto: EDS

„Denn die Liebe Christi drängt uns“

Erzbischof Kothgasser weihte im Salzburger Dom fünf Ständige Diakone

SALZBURG (eds/wk – 19. 5. 2012) / Erzbischof Alois Kothgasser legte heute im Dom fünf verheirateten Männern die Hände auf und weihte sie damit zu Ständigen Diakonen. „Die Liebe Christi drängt uns – dieser Satz aus dem 2. Korintherbrief des Apostels Paulus ist das Motiv und die Energie auf dem Weg der Nachfolge Jesu“, sagte der Erzbischof in seiner Predigt. Die neuen Diakone werden in verschiedenen Aufgaben und in ihren Pfarren in der Seelsorge eingesetzt sein. In der Erzdiözese Salzburg gibt es damit insgesamt 45 Ständige Diakone, die meisten von ihnen sind verheiratet, üben einen Zivilberuf aus und stehen in nebenamtlichen Diensten in ihren Pfarren.

Der Erzbischof dankte den Ehefrauen der neuen Diakone, „dass sie den diakonalen Dienst mittragen“. Er zählte bei jedem der fünf Männer Eigenschaften und Fähigkeiten auf, „durch die sie bisher schon eine diakonale Prägung hatten“. So habe Johannes Dines als Unternehmensberater Menschen geholfen, gut miteinander zu kommunizieren. Johannes Dürlinger sei etliche Jahre als Pastoralassistent in Zell am See und Schüttdorf aktiv, Christian Eder habe durch seinen Religionsunterricht Zeugnis von Christus gegeben. Markus Esterer habe als Sozialarbeiter eine Diakonie der Nächstenliebe gelebt, und Matthias Hohla sei ein bewährter Krankenseelsorger und habe sich als Ökumenereferent um den Dialog mit Andersgläubigen verdient gemacht.

„Gott schenkt in der Diakonweihe Gnade und Heilskompetenz aus der Kraft des Heiligen Geistes, und der wirkt auch dann, wenn die berufliche Kompetenz an eine Grenze kommt“, betonte Erzbischof Kothgasser. Diakone seien Gestalten der Liebe Gottes. Sie seien zum Dienst des Wortes, der Liturgie und der Nächstenliebe berufen. „Die Verkündigung des Evangeliums, das Überbringen der Eucharistie, das Spenden der Taufe, die Trauungen, die Begleitung der Verstorbenen und das Leiten von Segensfeiern tragen zur Heiligung der Gemeinden bei“. Diakone tragen die Hauptverantwortung für die Werke der Barmherzigkeit.

Die fünf neuen Diakone:
Der Theologe Mag. Johannes Dines (52) war bisher als Unternehmensberater tätig und wird ab September Direktor der Caritas der Erzdiözese Salzburg sein. Er ist verheiratet, hat drei erwachsene Kinder und wohnt in Hof bei Salzburg. „Wenn wir einander lieben, bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns vollendet“, der Satz aus dem ersten Johannesbrief ist sein Motto.

Auch Mag. Matthias Hohla (42) ist Theologe, verheiratet und Vater von drei Kindern und wohnt in Wals-Siezenheim. Er arbeitet als Seelsorger bei den Barmherzigen Brüdern und im Seniorenheim Taxham und leitet das Referat für Ökumene in der Erzdiözese. Hohla ist der Satz „Denn die Liebe Christi drängt uns“ aus dem 2. Korintherbrief besonders wichtig.

MMag. Johannes Dürlinger (41) ist ebenfalls Theologe, verheiratet und Vater von drei Buben und wohnt in Zell am See. Er ist seit 2006 Pfarrassistent in Zell am See – Schüttdorf. „Ich möchte als Diakon ein "Wegbereiter für Christus sein", zitiert Dürlinger das Lukasevangelium.

Der Theologe Mag. Christian Eder (51) ist Lehrer für Religion, Geografie und Informatik am Elisabethinum in St. Johann im Pongau und wohnt in Großarl, wo er auch als Diakon wirken wird. Er ist verheiratet und Vater von zwei Kindern. Sein Wahlspruch stammt aus dem 1. Thessalonicherbrief: „Prüft alles und behaltet das Gute!“

Markus Esterer (46) ist Sozialarbeiter und leitet den Verein „Pflegekinder-Hilfsdienst“. Er ist verheiratet und Vater von drei Kindern, wohnt in Eugendorf und wird als Diakon in Henndorf tätig sein. Sein Motto: „Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen“ (Psalm 23).