Alt-Landeshauptmann Katschthaler (links) war die Ökumene ein großes Anliegen. Unser Bild zeigt ihn beim Ökumene-Empfang 2010. Foto: EDS

„Ein großer Freund der Kirche und der Menschen“

Erzbischof Kothgasser würdigt den verstorbenen Alt-Landeshauptmann Hans Katschthaler

SALZBURG (eds/wk – 7. 7. 2012) / „Wir verlieren in Alt-Landeshauptmann Hans Katschthaler eine große Persönlichkeit unseres Landes Salzburg, einen glaubwürdigen Christen und großen Freund der Kirche und der Menschen, der die Zeichen der Zeit erkannt und seine Kräfte immer wieder für notwendige und drängende Anliegen eingesetzt hat“, sagt Erzbischof Alois Kothgasser zum Tod des Salzburgers. Katschthaler ist in der Nacht zum 6. Juli einem Krebsleiden erlegen, das er mit größter Geduld und Gottvertrauen ertragen hat. Am Freitag, 13. Juli, ist sein Leichnam ab 8 Uhr im Salzburger Dom aufgebahrt, um 11 Uhr beginnt das Requiem.

Der gebürtige Embacher Hans Katschthaler bekannte sich immer zu seinem Glauben. Als Politiker, vor allem in seinen 22 Jahren in verschiedenen Funktionen in der Salzburger Landesregierung, davon von 1989 bis 1996 als Landeshauptmann, hatte er immer ein offenes Ohr für die Anliegen und Sorgen der Menschen aber auch der Kirche. Erzbischof Georg Eder würdigte 1996 Katschthalers Wirken mit der Verleihung des höchsten Ordens der Erzdiözese Salzburg, dem Großen Verdienstzeichen der Heiligen Rupert und Virgil in Gold mit Stern.

Die Restaurierung des Salzburger Doms, der Klosterbau der Bethlehemschwestern auf der Kinderalm in St. Veit im Pongau, aber auch die Restaurierung seiner Heimatpfarrkirche Embach waren Herzensanliegen des Alt-Landeshauptmanns. Seit vielen Jahren war Hans Katschthaler auch Mitglied der Sektion Salzburg von Pro Oriente. Er nahm an mehreren Reisen zu christlichen Stätten und Klöstern in Osten Europas teil und setzte sich für die bedrängten Christen im Orient besonders ein, die letzten Jahre als Vorsitzender der Sektion Salzburg.

Kein Ökumene-Empfang fand ohne Katschthaler statt, „das gute Miteinander aller Christen war ihm besonders wichtig“, weiß Erzbischof Kothgasser. Das Mitgefühl des Erzbischofs gilt besonders der Familie und allen Angehörigen des Verstorbenen.