Erzbischof Alois Kothgasser besprengte bei der Weihe den Altar mit Weihwasser. Foto: eds.

Erzbischof weiht Altar in der Kollegienkirche

Ein wichtiger Abschnitt der Renovierungsarbeiten wurde vor kurzem beendet

SALZBURG (eds/ah – 15.08.2012) / „Die Kollegienkirche ist wohl eine der bedeutendsten Sakralbauten Europas“, sagte Erzbischof Alois Kothgasser heute Nachmittag. „Ihre Wirkung reichte früher weit über die Grenzen Salzburgs hinaus und sie war Vorbild für viele spätere Bauten.“ In der Kollegienkirche feierte der Oberhirte mit Gläubigen einen Festgottesdienst, Höhepunkt war die Weihe des Altares. Ein wichtiger Abschnitt der Restaurierungsphase in der Kirche sei vor kurzem beendet worden, betonte Kothgasser in seiner Predigt.

Zu den besonderen Riten der Altarweihe gehört die Beisetzung der Reliquien von Märtyrern, in der Kollegienkirche waren es die Reliquien des hl. Ruperts, des hl. Virgils, des hl. Martins sowie die des hl. Liberatus. Bei der Feier besprengte dann der Erzbischof den Altar mit Weihwasser, salbte ihn mit Chrisam und anschließend wurde Weihrauch darauf entzündet.

Bei Gott und bei den Menschen sein

In seiner Predigt erinnerte Kothgasser besonders an das heutige Hochfest „Mariä Aufnahme in den Himmel“. Maria habe ihren Weg bereits vollendet, sie ist ihrem Sohn gefolgt. „Den Weg, den sie gegangen ist, ist auch der Weg für uns“, sagte Kothgasser. Es sei wichtig, dass die Menschen durch den Lobpreis und die Anbetung bei Gott seien, jedoch sollten sie zugleich den Weg Jesu gehen und sich so mitten unter den Menschen wieder finden.

In der Kollegienkirche stehen im kommenden Jahr weitere Renovierungsarbeiten an. Die Kirche auf dem Salzburger Universiätsplatz ist ein Werk des Barockbaumeisters Johann Bernhard Fischer von Erlach und wurde von 1696 bis 1707 für die Universität errichtet.