Im Vorjahr kamen 700 Interessenten aus dem In- und Ausland zur Pädagogischen Werktagung, unser Bild zeigt v. l. n. r. LH Gabi Burgstaller, KBW-Direktor Andreas Gutenthaler, Erzbischof Alois Kothgasser und Caritas-Präsident Franz Küberl. Foto: EDS

Werktagung zum Thema „Aggression“

61. Internationale Pädagogische Werktagung vom 9. bis 13. Juli in Salzburg

SALZBURG (eds/ch – 13. 4. 2012) / Bereits zum 61. Mal findet vom 9. bis 13. Juli die Internationale Pädagogische Werktagung in Salzburg statt. Die diesjährige Tagung ist ganz dem Thema der Aggression gewidmet, das von renommierten Referenten interdisziplinär diskutiert werden wird: „Die Macht der Aggression“

„Bist Du aggressiv!“ ist alles andere als schmeichelhaft. Und doch, wenn unsere Vorfahren nicht aggressiv gewesen wären, wenn sie nicht die Speere auf die Mammuts oder auf ihre Rivalen, die Neandertaler, geschleudert hätten, wären wir nicht da. Die 61. Internationale Pädagogische Werktagung befasst sich mit dieser Urkraft des Lebens, die sich janusgesichtig auswirken kann: Zerstörerisch und grausam, aber auch dem (Über-)Leben förderlich.

Das pädagogische Ziel könne laut Veranstalter nicht darin bestehen, Aggression zu unterdrücken oder zu verdrängen – etwa in einem schüchternen Bravheitssyndrom –, dafür sitze sie, im limbischen System, viel zu tief. Anzustreben sei vielmehr, mit Aggression konstruktiv umzugehen, sie zuzulassen, ja zu fördern, wenn sie guten Zwecken dient, aber auch sie zu bändigen, wenn sie uns zu sehr überwältigen sollte.

In bewährter Weise wird das Tagungsthema aus unterschiedlichen Perspektiven angegangen: humanwissenschaftlich: Wie entsteht Aggression? Soziologisch: Ist die Jugend wirklich so viel aggressiver geworden? Pädagogisch: Wie lässt sich diese Urkraft lenken, dass sie nicht Zerstörung, Schmerz und Tod bringt, sondern letztlich der Entfaltung des Lebens förderlich ist?

Die 61. Pädagogische Werktagung findet vom Montag, 9. Juli, bis Freitag, 13. Juli, in der Großen Universitätsaula, Max-Reinhard-Platz, Salzburg, statt. Referenten sind neben Michael Köhlmeier, Univ.-Prof. Dr. Klaus Wahl, Priv.-Doz. Dr. Gabriele Haug-Schnabel, Univ.-Prof. Dr. Helmut Lukesch, Univ.-Prof. Dr. Christian Pfeiffer, Univ.-Prof. Dr. Klaus Wolf, Prof. Dr. Klaus Fröhlich-Gildhoff, Univ.-Prof. Dr. Franz Petermann und Univ.-Prof. Dr. Hanna Barbara Gerl-Falkovitz.

Weitere Informationen: http://pwt.kirchen.net