Eröffnung der Ausstellung über Fürsterzbischof Colloredo im Archiv der Erzdiözese. Foto: EDS

Das richtige Bild von Colloredo mitnehmen

Doppelausstellung über Fürsterzbischof Hieronymus Colloredo eröffnet

SALZBURG (eds/wk – 27. 6. 2012) / Im Archiv der Erzdiözese und im Salzburger Landesarchiv wurde heute die Doppelausstellung „Erzbischof Hieronymus Colloredo – Kirchenfürst und Landesherr“ eröffnet. „Ich hoffe, dass viele Besucher kommen und sich ein richtigeres Bild von ihm mitnehmen als es bisher bekannt war“, sagte Ordinariatskanzlerin Elisabeth Kandler-Mayr bei der Eröffnung im Diözesanarchiv.

1812 – also vor 200 Jahren – verstarb der letzte Barock-Fürsterzbischof von Salzburg. „Er wurde von seinen Zeitgenossen nicht geliebt“, sagte Kandler-Mayr. Er habe manche Entscheidungen wie zum Beispiel das Verbot etlicher Prozessionen zu rasant umgesetzt. Damit wollte er einerseits zur Verbreitung des Glaubens beigetragen, andererseits aber auch übertriebene Frömmigkeit verbieten. Als Landesfürst habe er viel zur Verbesserung der Krankenpflege beigetragen.

Mag. Christine Gigler vom Archiv der Erzdiözese stellte fest, dass die Exponate im Diözesanarchiv zum Großteil aus eigenen Beständen kommen. „Das Wappen und die Siegelpresse sind genauso Originale wie die fünf berühmten Hirtenbriefe“. Auch Dokumente aus dem Konflikt des Fürsterzbischofs mit dem Papst werden gezeigt. Colloredos Leichnam war 1812 in Wien beigesetzt und 2002 exhumiert und nach Salzburg gebracht worden. Seit 2003 ist er in der Salzburger Domkrypta bestattet.

Bis 28. Dezember können die Exponate im Landesarchiv und im Archiv der Erzdiözese besichtigt werden.