13 neue Kardinäle kreiert

In Rom wurden kürzlich 13 Geistliche zu Kardinälen kreiert, u.a. der ehemalige Bischof der Salzburger Partnerdiözese Bokungu-Ikela

Das typische Kardinalrot darf seit einigen Tagen der Kongolese Fridolin Ambongo Besungu tragen. Er war bis 2016 Bischof der Salzburger Partnerdiözese Bokungu-Ikela in der Demokratischen Republik Kongo.
Rom. Papst Franziskus hat vor kurzem in Rom 13 Männer aus aller Welt in das Kardinalskollegium aufgenommen, darunter auch Fridolin Ambongo Besungu, ehemaliger Bischof der Salzburger Partnerdiözese Bokungu-Ikela im Kongo. Der engagierte Seelsorger und Kommunikator ist seit letzten November Erzbischof von Kinshasa.
In seiner Predigt zur Aufnahme ins Kardinalskollegium ging Papst Franziskus auf das von den Kardinälen abgelegte Treueversprechen ein. Auch legte er ihnen ein Gespür für Barmherzigkeit nahe. „Wenn ich mich nicht als Objekt des Mitleids Gottes fühle, begreife ich auch nicht seine Liebe“, sagte er. Zerstörerisch sei eine „Haltung des Verurteilens, der Gleichgültigkeit, des Wegschauens“, um sich die Hände in Unschuld zu waschen.

Bald vier Kardinäle weniger
Aktuell zählt das Kollegium derer, die das typische Kardinalrot tragen dürfen, 225 Mitglieder. 128 von ihnen dürften an einer Papstwahl teilnehmen. Allerdings werden schon Mitte Oktober wieder vier Männer aus diesem Kreis ausscheiden, da sie die Altersgrenze von 80 Jahren erreichen. Einer von ihnen ist der wie Besungu aus dem Kongo stammende Kardinal Laurent Monsengwo Pasinya, der von 2007 bis Ende 2018 Erzbischof in der Hauptstadt Kinshasa war.

Soziales Profil
Mit den Ernennungen setzte Papst Franziskus seinen Kurs fort, Kirchenmänner mit einem markanten sozialen und humanitären Profil in den engsten Beraterkreis zu rufen. Einige der neuen Kardinäle stehen besonders für den Dialog mit dem Islam.
Inzwischen sind mehr als die Hälfte der konklaveberechtigten Geistlichen von Franziskus ernannt. Für die Wahl zum Papst ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit erforderlich; das wären ab Mitte Oktober 83 Stimmen. Weiterhin steigend ist die Quote der Ordensmänner im Beraterkreis um Papst Franziskus. Allein drei neue Kardinäle sind wie er selbst Jesuiten. kap

Kardinal Fridolin Ambongo Besungu, Erzbischof von Kinshasa (Kongo), nach dem Konsistorium am 5. Oktober 2019 im Vatikan.