63 neue Priester

Missio. „Gott ist bis zum entlegensten Hügel der Welt gekommen, um mich als seinen Priester zu berufen.“ Das sagt Athanase aus Ruanda. Er ist einer von 63 Neupriestern im Land. Ihre Ausbildung finanzierten SpenderInnen aus Österreich. 

Salzburg/Kabgayi. Es war ein guter Grund zum Feiern: Am 22. Juli empfingen 63 Seminaristen aus ganz Ruanda in Kabgayi die Pries-terweihe. Sie wurden fast alle durch Spenden von Missio Österreich unterstützt. Athanase Nkamiye ist einer von ihnen. Seine Eltern sind arm und hätten ihrem Sohn nie ein Studium finanzieren können.  „Ohne Liebe gibt es keinen Frieden.“ Davon ist der neugeweihte Priester überzeugt. Er möchte den Menschen in seiner Heimat helfen, in der Liebe zu Gott und zu den Nächsten zu wachsen. 

Als die ersten Afrikamissionare im Jahr 1900 nach Ruanda kamen, verbreitete sich der christliche Glaube rasch im „Land der tausend Hügel“. Sogar König Musinga ließ sich damals taufen. Heute sind mehr als 80 Prozent der Einwohner Ruandas Christen. Davon bekennen sich 43 Prozent zum katholischen Glauben. Seit dem Jahr 1984 wurden 652 Seminaristen zu Priestern geweiht.

„Schenken“ Sie der Welt Priester

Die Kirchensammlung der Päpstlichen Missionswerke (Missio) vom 6. Jänner kommt 900 Priesterseminaren und mehr als 80.000 Priesterstudenten in Afrika, Asien und Lateinamerika zugute. Damit wird ihnen eine fundierte theologische und pastorale Ausbildung ermöglicht.

Zur Sache

Bischofsvikar Prälat Martin Walchhofer ist Diözesandirektor der Päpstlichen Missionswerke.

Ihre Hilfe wird
zum Segen für viele  

Das Fest „Erscheinung des Herrn“ (Epiphanie) am 6. Jänner gilt als das älteste Missionsfest der Kirche. Es ist das Licht Jesu, das in den Sterndeutern zu leuchten beginnt, das sie innerlich verwandelt, und das sie nach Hause, zu ihren Völkern tragen  – damit das Licht allen leuchtet.  

Ein Blick nach Afrika, Asien oder Lateinamerika zeigt: Die Kirche lebt! Und sie wächst! Das schönste Zeichen für die Lebendigkeit sind Berufungen. Gott ruft auch heute junge Menschen in seine Nachfolge, in den Dienst als Priester. Gerade dafür erhält Missio die meisten Anfragen von Bischöfen und Seminaren aus den armen Ländern. Nicht ein einziger, der eine Berufung in seinem Herzen trägt, soll aus finanziellen Gründen oder wegen Platzmangel abgewiesen werden! 

Die meisten Seminaristen stammen aus armen Verhältnissen. Über Missio laufen aktuell mehr als 2.000 Priesterpatenschaften. Doch noch etwa 800 Priesteramtskandidaten warten auf einen Paten. Helfen Sie einem Seminaristen, seine Berufung zu verwirklichen. Sie können als Einzelspender, als Familie oder in der Pfarre eine Patenschaft übernehmen. Mit 50 Euro pro Monat werden die Ausbildungskos-
ten im Priesterseminar gedeckt. Im Jahr macht das 600 Euro aus. Am Ende des Studienjahres werden Sie über den Fortschritt informiert und erhalten Post von Ihrem Seminaristen. Die Gesamtkosten betragen 2.400 Euro für vier Jahre – siehe Abschnitt rechts.

Bedanken möchte ich mich im Namen aller Priesteramtskandidaten in Afrika, Asien, Lateinamerika und Ozeanien für die großartige Unterstützung, die bereits zahlreich durch Wohltäterinnen und Wohltäter aus unserer Erzdiözese möglich ist.

Infos zu den Priesterpatenschaften unter www.missio.at/salzburg

Foto (Missio): In Ruanda sprachen 100 Jahre nach der Weihe der beiden ersten einheimischen Priester heuer 63 Männer ihr Adsum –  „Hier bin ich/Ich bin bereit“.