Advent feiern

Der „Tröster“ baute die Arche

Der Heilige der Woche: Noach. Er baute die Arche, sein Name bedeutet „der Ruhebringende und Tröster“. Noachs Gedenktag ist am 16. Dezember.

 

Noach lebte als untadeliger Mann und fand deshalb Gnade vor Gott, als der beschloss, die Menschen, die er schuf, vom Erdboden zu vertilgen. Denn es reute ihn, sie geschaffen zu haben. Noach bekam von Gott den Auftrag zum Bau der Arche mit 135 Meter Länge, 22,5 Meter Breite und 13,5 Meter Höhe, damit er und seine Frau mit seinen Söhnen und Schwiegertöchtern sowie je einem Paar von allen Tieren vor der kommenden Sintflut gerettet werden. Als Noach 600 Jahre alt war, kam die Sintflut und vernichtete alles Leben auf der Erde, nur die Passagiere der Arche wurden gerettet.

 

Der Regenbogen ist das Zeichen

 

Nach dem Ende der Flut baute Noach einen Altar, brachte Dankopfer und bewog Gott zum Entschluss, er werde „hinfort nicht mehr schlagen, was da lebt. Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“ (1. Mose 8, 21–22). Das Zeichen dieses Bundes, den Gott mit Noach und allen Lebewesen schloss, wurde der Regenbogen. Noach wurde nach Ende der Sintflut und Landung der Arche am Berg Ararat der erste Weingärtner. Im Alten wie im Neuen Testament gilt Noach als Vorbild des gerechten Glaubenden.

 

Muslime feiern das Ashura-Fest am 10. des Monats Muharram als Tag der Landung der Arche mit der „Suppe Noachs“: ein Pudding, der aus sieben natürlichen Zutaten besteht. Die Zutaten sind variierbar, es müssen aber immer sieben sein und man muss etwas von der Süßspeise an sieben Freunde weitergeben, damit sie Glück und Segen bringt. Der Legende nach feierten die Überlebenden aus der Arche den Tag nach der Sintflut mit einem Festessen. Dazu ließ Noach alle noch vorhandenen Lebensmittel zusammentragen und daraus eine Speise zubereiten. jup,

 

Bild: Jacopo Bassano: Noach baut die Arche, um 1574, im Schloss Sanssouci in Potsdam. Foto: www.heiligenlexikon.de