Alltag fürs Spital

Besuchsdienst. Gerade für ältere PatientInnen vergeht die Zeit im Krankenhaus oft sehr langsam. Deshalb starten die SALK und die Caritas Salzburg ein gemeinsames Freiwilligenprojekt an der Universitätsklinik für Geriatrie. 

Salzburg. Sie hören zu, lesen vor, unternehmen kleine Spaziergänge oder gestalten die Feste im Jahreskreis mit. Auf den Punkt gebracht: Sie bringen ein Stück Alltag in das Krankenhaus. Das wünschen sich Salzburger Landeskliniken (SALK) und Caritas von den  Freiwilligen. Initiator des Projekts ist Pflegedienstleiter Klaus Kessler. Er sieht das Angebot als  Ergänzung zur professionellen, medizinischen und pflegerischen Versorgung. „Es geht um die Begegnung von Mensch zu Mensch auf Augenhöhe“, so Kessler. 

Startschuss ist auf der Station C der Universitätsklinik für Geriatrie. Bei guten Erfahrungen soll der Besuchsdienst auf andere Stationen ausgeweitet werden. Der Vorstand der Universitätsklinik für Geriatrie, Univ.-Prof. Bernhard Iglseder, betont: „Eine Krankenhausaufnahme bedeutet für alte, gebrechliche und kognitiv beeinträchtigte Menschen eine besondere Belastung: Der Besuchsdienstes ermöglicht eine Brücke ins gewohnte Leben und trägt zu einer klaren Tagesstruktur bei. Erfahrungen aus ähnlichen Projekten zeigen einen klar positiven Effekt.“

Freiwillige für Besuchsdienst 

Die Caritas bringt mit ihren rund 650 Freiwilligen das Know-how mit. „Wir erleben in unseren Einrichtungen tagtäglich wie wichtig die persönliche Begegnung und Ansprache von älteren Menschen ist. Es gibt ihnen Kraft, Freude und Lebensenergie. Mit unseren Freiwilligen kommt auch Leichtigkeit ins Krankenhaus  die etwa Angehörige durch die eigene Betroffenheit oft nicht mitbringen.“ 

Eine Schulung bereitet auf den Einsatz vor. Zusätzlich gibt es eine laufende Begleitung. Anita Hofmann ist in der Caritas für Freiwilligenarbeit & Zivilgesellschaftliches Engagement sowie die Fachstelle für pflegende Angehörige zuständig. Sie betont:  „In den vergangenen Jahren haben wir in unterschiedlichen Projekten Freiwillige ausgebildet, die pflegenden Angehörigen und älteren Menschen zur Seite stehen. Der stationäre Klinikbereich ist auch für uns neu. Aus Vorgesprächen weiß ich aber, dass es Menschen gibt, die sich die Klinik als ,Einsatzort‘ gut vorstellen können.“  

Foto (SALK): Geben den Startschuss  für den Besuchsdienst: Pflegedienstleiter Klaus Kessler, Primar Bernhard Iglseder, Vorstand der Universitätsklinik für Geriatrie, Caritas-Direktor Johannes Dines, Anita Hofmann, Freiwilligenarbeit u. Fachstelle für pflegende Angehörige bei der Caritas, Elisabeth Müllner, Stationsleitung und  Freiwilligenkoordinatorin sowie Pflegedirektor Gerhard Salzlechner (v. l.).