Am Berg danken

Ja zum Gipfelkreuz. „Ist es nicht eine Freude, am Gipfel des Berges dem Schöpfer zu danken?“ So reagierte Kardinal Schönborn auf die „Gipfelkreuzdiskussion“.

Wien. Kardinal Christoph Schönborn hat dem früheren Extrembergsteiger Reinhold Messner nach dessen Äußerung „Gipfelkreuze gehören nicht auf den Berg!“ eine Reihe kritischer „Gegenfragen“ gestellt: „Sind wir die Eigentümer dieser Welt? Ist es nicht eine Freude, am Gipfel des Berges dem Schöpfer zu danken?“ Das hätten unsere Vorfahren gewusst, die die Gipfelkreuze errichteten, so der Wiener Erzbischof. „Sind wir so viel gescheiter geworden als sie?“ 

Anlass für die Stellungnahmen waren Vandalenakte in Oberbayern, wo nahe der Grenze zu Tirol drei Gipfelkreuze mutwillig zerstört wurden. Messner würde – so zitierte ihn Schönborn – zwar nie ein Gipfelkreuz zerstören, hätte jedoch auch nichts dagegen, wenn es keine mehr gäbe. „Das Kreuz ist das christliche Symbol schlechthin. Die Gipfel aber, die der ganzen Menschheit gehören, sollen nicht mit dieser einen Weltanschauung besetzt werden“, lautet der Standpunkt des Südtirolers. Dem hält der Kardinal entgegen: „Gerade heute tut es uns gut, an den Schöpfer erinnert zu werden. Wem verdanken wir die Schönheit der Berge?“                                 

kap

Foto: Auch der Sparber, Strobls Hausberg, hat ein Gipfelkreuz. Hier feierten Gläubige vor kurzem mit Pfarrer Pater Joachim Hagel eine stimmungsvolle Bergmesse.