Anwalt der Gewaltlosigkeit

KMB. Als „Dolmetscher Gottes in einer Zeit der gott- und menschenverachtenden Barbarei“ hat Manfred Scheuer den NS-Deserteur und Seligen Franz Jägerstätter bezeichnet. Der Linzer Diözesanbischof nahm an der 10. Sternwallfahrt der Katholi-schen Männerbewegung nach St. Radegund teil. 

St. Radegund. Jägerstätter habe den Mut zur Wahrheit und zur Ge-rechtigkeit, „obwohl damit massive Gefahren für sein eigenes Leben verbunden war. Der NS-Deserteur und Selige Franz Jägerstätter sei ein Prophet mit einem Weitblick und Durchblick, wie ihn damals die wenigsten seiner Zeitgenossen hatten. Er sei Vorbild in der Treue zum Gewissensanspruch, Anwalt der Gewaltlosigkeit und des Friedens, Warner vor Ideologien. „Er ist ein gläubiger Mensch, dem Gott wirklich Mitte und Zentrum des Lebens war“, so Bischof Scheuer. 

Die Katholische Männerbewegung pilgert jedes Jahr zu Fuß, mit dem Rad und mit dem Auto nach St. Radegund um ein Zeichen für Zivilcourage zu setzen. Das Motto der Jubiläums-Sternwallfahrt und zum 110. Geburtstag des Seligen lautete „Mutig gegen den Strom“.    

Foto (KMB/Cordero): Franz Jägerstätter habe der Mut zur Verantwortung ausgezeichnet, sagte Bischof Manfred Scheuer bei der 10. Sternwallfahrt der KMB nach St. Radegund.