Aus für Abdullah-Zentrum in Wien?

Dialog in Gefahr

Wien. Nach dem Parlamentsvotum zum Ausstieg Österreichs aus dem in Wien ansässigen „König-Abdullah-Zent-rum für interreligiösen und interkulturellen Dialog“ (KAICIID) machen sich internationale Religionsvertreter für die Einrichtung stark. In auf der KAICIID-Website veröffentlichten Stellungnahmen teilen sie die bereits zuvor vom multireligiös besetzten Leitungsgremium des Zentrums geäußerte Kritik, wonach der im Nationalrat mehrheitlich beschlossene Schritt die Dialogarbeit des KAICIID in einigen der schlimmsten Krisenregionen der Welt gefährde. Zu den Schwerpunktländern zählt etwa seit 2012 die von Gewaltwellen heimgesuchte Zentralafrikanische Republik. Von dort meldeten sich der katholische Erzbischof von Bangui, Kardinal Dieudonne Nzapalainga, und Imam Oumar Kobine Layama in einer Erklärung zu Wort. Sie hoffen auf anhaltende Unterstützung durch das KAICIID, „um den Dialog zwischen Christen und Muslimen sowie der Regierung aufrechtzuerhalten, um Frieden und sozialen Zusammenhalt zu fördern“.