Begegnen, lernen und verstehen

Das Weltkirche-Seminar steht im Zeichen von Interkulturalität.

Salzburg. „Interkulturalität ist eine Reise zu sich selbst über die Begegnung mit dem Anderen“, ist Sumeeta Hasenbichler überzeugt.  Über ihre Erfahrungen und ihren Weg spricht die in Indien Ge-borene und nun in Pfarrwerfen Lebende  beim Weltkirche-Seminar am 6. April in St. Virgil.

Sumeeta Hasenbichler kam 1999 nach Österreich. „Als ,Fremde‘ wirst du in Frage gestellt. Das hat mir persönlich gut getan. Ich habe mich zum Beispiel sehr damit auseinander gesetzt, was es heißt, eine Hindu-Frau zu sein. In Indien hätte ich mich wohl nicht so intensiv mit meiner Religion beschäftigt“ Sie habe auch mit dem Gedanken gespielt zum Christentum überzutreten, aber sich dann dagegen entschieden. Bewusst seien allerdings ihre Kinder römisch-katholisch getauft.   

Hasenbichler ist seit langem entwicklungspolitisch engagiert und seit 2009 im Vorstand der Katholischen Frauenbewegung. „Helfen“ heißt für sie „uns selbst zu helfen“. Denn: „Geht es Menschen weltweit gut, geht es uns gut. Die Welt wächst enger zusammen, ist eine Familie und wir alle sind Mitglieder dieser Familie. Deshalb soll Entwicklungshilfe stets auf Augenhöhe passieren.“ Interkulturalität in der weltkirchlichen Zusammenarbeit sehe sie als „begegnen – lernen – verstehen“. Dafür brauche es Offenheit der anderen Person oder der anderen Kultur gegenüber. 

Unterschiede positiv nutzen 

Neben dem Vortrag von Hasenbichler greifen beim Weltkirche-Semiar Impuls- und Austauschrunden Fragen der interkulturellen Kommunikation auf. Wie können wir Unterschiede positiv nutzen? Wie ist Projektarbeit durch die interkulturelle Brille gut möglich? Die Antworten sollen Mut machen, globale Begegnungen zu wagen und sich auf kulturelle Lernprozesse einzulassen.

Foto1: Offen aufeinander zugehen – damit globale Begegnungen und kulturelle Lernprozesse möglich sind.

Foto2: Sumeeta Hasenbichler erzählt beim Weltkirche-Seminar wie sie durch die Begegnung mit dem Anderen mehr über sich lernte.

Fotos: RB/AAI/privat