„Bei Jung und Alt die Lust wecken“

Bei der Aktion „Gutes Leben“ des Familienverbands liegt im April der Schwerpunkt auf den kostbaren Lebensmitteln. Seit Jahren beschäftigt sich die Halleiner Schwester Franziskanerin Rita Höllwerth mit dem Thema: „Du kannst nichts verordnen, nur bei den Menschen die Lust wecken auf gesunde und regionale Ernährung.“ 

Salzburg-Herrnau. Man kennt die rührige Schwester vom Infopoint Kirchen in der Franziskanergasse: Im Haus Tau der Halleiner Schwestern in Salzburg-Herrnau setzt sich Sr. Rita seit Jahren für ein gesundes und ökologisches Einkaufen und Wirtschaften ein. „In der Schwesterngemeinschaft beschäftigen wir uns mit der Papstenzyklika zur Schöpfungsverantwortung“, berichtet sie. Nicht nur theoretisch.

Schon vor ein paar Jahren begann Sr. Rita mit der Vermeidung von Plastik und forcierte den Einkauf von regionalen Lebensmitteln. „Wir machen bei einer Einkaufsgemeinschaft in Gneis mit und kaufen Äpfel bei einem Obstbauern ein“, erzählt die Franziskanerin. Manches kommt von Lungauer Bauern, Fleisch und Nudeln stammen aus der Umgebung. Frische Lebensmittel beziehen die Schwestern für ihr Haus Tau, in dem sie Frauen und eine Flüchtlingsfamilie begleiten, auch vom Wochenmarkt am Kajetaner-Platz in Salzburg. Milch und Jogurt kommen direkt von einem Bauernhof. Brot bekommen sie über eine Mühle in Anthering. 

Ein gutes Tauschgeschäft mit Nachbarn

Dazu kommt, dass die Schwestern in Herrnau selbst einen kleinen Garten angelegt haben. „Den Ertrag tauschen wir mit Nachbarn“, berichtet Sr. Rita. Sie setzt stark auf Bewusstseinsbildung – sowohl in der Schwesterngemeinschaft als auch in der Pfarre. Mit geringem Aufwand könne schon viel erreicht werden. Mittlerweile produziert sie sogar ökologisch gut verträgliche Shampoos und Reinigungsmittel selbst. „Leider ist oft das Wissen um die Hausmittel verloren gegangen“, weiß Sr. Rita. Gerade junge Frauen würden sich dafür wieder ver-
stärkt interessieren. 

Die Schwestern haben sich auch mit den verschiedenen Gütesiegeln beschäftigt, um ihre Bedeutung zu kennen. „Es ist nicht schwierig, gesünder, nachhaltiger und ökologisch achtsam einzukaufen. Das kann jede Frau und jeder Mann“, ist die Franziskanerin überzeugt.  

Fotos (eds/privat): Rita Höllwerth, Halleiner Schwester Franziskanerin, setzt in punkto gesunder und nachhaltiger Ernährung im Haus Tau in Salzburg stark auf Bewusstseinsbildung. Den Ertrag aus dem Garten tauschen die Schwestern mit den Nachbarn.