Besinnliche Reise

„Mir nach“ sprach Christus – und so machten sich 16 Pilger der Erzdiözese Salzburg unter der Leitung von Pfarrer Josef Pletzer, Salzburg-Maxglan, auf den Weg ins Heilige Land.

Jerusalem. In Jerusalem startete die Pilgergruppe. Sie besuchte den Platz auf dem Ölberg, wo Jesus seinen Jüngern das „Vater unser“ lehrte. Erstaunt war sie, in wie vielen Sprachen sie das „Paternoster“ vorfanden, das in Keramik an den Wänden des Kirchenareals angebracht wurde. Jesus hat nicht nur seinen Jüngern dieses kraftvolle Gebet gelehrt, sondern auch der ganzen Welt geschenkt, merkten sie.  

Genauso international waren die Erfahrungen der Pilger. Die ganze Welt war zu Gast: Immer wieder trafen sie internationale Pilgergruppen. Interessant, wie viel Faszination auch heute noch von Jesus ausgeht – bis sprichwörtlich in den Himalaja. Ihnen war es ein Anliegen in Jerusalem auf den letzten Spuren von Jesus zu wandeln. So gingen sie betend durch die Via Dolorosa die Kreuzwegstationen entlang bis hinauf auf die Schädelhöhe und zur Grabeskirche. Gleich neben dem Grab feierten sie den ersten Gottesdienst. Die Worte „Jesus ist auferstanden“ – „Er ist wahrhaft auferstanden“ wurden hier genau spürbar. Wie Maria Magdalena besuchten sie das leere Grab und fanden Hoffnung, Trost und Frieden vor.

Weihnachten im Frühling

„Es gab so viele bewegende und berührende Momente bei unserer Pilgerreise.  Besonders war für uns vor allem, dass wir uns an den Orten aufhalten konnten, welche die meisten nur vom Hören kannten“, so Elke Recheis. Auch nach Palästina kam die Gruppe. Vielen war nicht bewusst, dass hier die größte christliche Gemeinde lebt. Dort fanden sie ihr persönliches Weihnachten mitten im Frühling. „Father Josef“ hatte bei den Hirtenfeldern einen Bibliolog vorbereitet, die Pilger schlüpften in die Rollen der Hirten – und wie die Hirten einst suchten sie den Ort von Jesus Geburt und fanden den „Stern von Bethlehem“. Als alle anderen Pilger diesen heiligen Ort schon verlassen hatten, stimmten sie mit Begeisterung zusammen das Lied „Stille Nacht“ an.

Die weiteren Stationen der Pilgerreise waren Ein Karim – Maria ging übers Gebirge, Berg Tabor –Verklärung Christi, Kana, Nazareth, Tabgha, Kapharnaum, Berg der Seligpreisung. Es blieb Zeit für persönliche Gebete, Gottesdienste, Spurensuche im eigenen Leben, das Hineinspüren in die Geschichte und die Botschaften. An den heiligen Stätten beteten sie auch für den Zukunftsprozess der Erzdiözese. Die Pilger danken ihren Begleitern für die wertvollen Erfahrungen auf der Reise. Recheis

 

Bildtext: Die Pilger beim Jakobsbrunnen. Foto: Privat