Besser verstehen, urteilen und erklären

Zeugnisse und Grund zur Freude gab es in St. Virgil bei der Abschlussfeier des Theologischen Kurses. 21 Absolventinnen und Absolventen kommen aus der Erzdiözese wie der Siezenheimer Gerhard Huber, der sagt:  „Der Kurs hat sehr viel mit mir gemacht. Ich kann heute Glaube und Spiritualität mit allen Sinnen und Denkmöglichkeiten in  meinem Leben integrieren.“   

 

 

Salzburg. „Die Kirche braucht Menschen, die fähig sind von der Hoffnung zu reden, die sie erfüllt und unsere Gesellschaft mittragen und mitgestalten“, so Erzbischof Franz Lackner, der bei der Zeugnisfeier via Grußbotschaft sehr herzlich gratulierte. Der mit den Theologischen Kursen seit Jahrzehnten verbundene Dr. Franz Padinger überreichte in St. Virgil die Zertifikate an die insgesamt 29 Frauen und Männer. Zuvor feierte er mit ihnen einen Dankgottesdienst. In der Predigt ging der Domkapitular auf den Tagesheiligen Hieronymus ein. Sein bekanntestes Werk ist die Übersetzung der Bibel ins Lateinische, die so genannte Vulgata. „Die Bibel ist die Grundlage unseres Glaubens, sie ist das, was uns Christen miteinander verbindet, die Grundlage jeder Ökumene“, unterstrich Padinger, der daran erinnerte, dass in den Theologischen Kursen das Studium der Hl. Schrift im Zentrum stehe. Für die Absolventinnen und Absolventen hoffe er, „dass die Ausbildung Sie in Ihrer Glaubens- und Lebensentwicklung gefestigt und weitergebracht hat“. Dem schloss sich Erhard Lesacher, Leiter der Theologischen Kurse, an: „Sie haben sich hinausgewagt, andere Sichtweisen, Ansätze und unterschiedliche Auffassungen von ,Katholisch-sein‘ kennen gelernt. Ich wünsche Ihnen Orte und Gelegenheiten, um das Gelernte für andere fruchtbar machen zu können“, erklärte Lesacher, der noch betonte: „Mit Glaube und Theologie kann man nie fertig sein. Gott ist kein ,Gegenstand‘, mit dem man an ein Ende kommen kann. Also: Bleiben Sie am Ball!“

„Bergsteigen für die Seele“ 


Dranbleiben will Dr. Gerhard Huber auf je-den Fall. Er sieht die theologische Ausbildung als feste Grundlage für sein Engagement in der Jugendarbeit. Den Kurs vergleicht der beruflich in der Bauindustrie Tätige mit „Bergsteigen für die Seele“. Die drei Jahre bis er alle Prüfungen meisterte, seien mit Anstrengungen, Energie- und Zeitinvestitionen sowie dem Hinterfragen eigener Glaubensstandpunkte verbunden gewesen. „Aber ich bin auf diesen Berg gestiegen und der Ausblick ist wunderschön.“ Wissen, Nachdenken, Gemeinschaft und das Kennenlernen von großartigen Menschen – fasst der zweifache Vater zusammen, was für ihn am Ende der Tage blieb. „Ich habe schon einige Ausbildungen hinter mir, doch so bereichernd war noch keine.“ 

Fotos (ibu): Katholisch – konstruktiv – mündig – offen. Theologie im Geiste des 2. Vatikanischen Konzils „lernten“ die Absolventinnen und Absolventen des  Theologischen Kurses.  In St. Virgil feierten sie mit Seelsorgeamtsleiterin Lucia Greiner und Domkapitular Franz Padinger (1. Reihe, 4. u. 3. v. r.) den Kurs-Abschluss.

Glückwunsch und Zeugnis von Franz Padinger an Fernkurs-Absolvent Gerhard Huber. 

Tipp: Theologischer Fernkurs, Beginn November 2017 – mit Wochenenden in St. Virgil, Salzburg. Infos und Anmeldung unter www.theologischekurse.at