Beteiligung und Konstanz

Pfarrgemeinderäte stehen für Beteiligung. Davon ist Klaudia Achleitner, Pfarrgemeinderatsreferentin der Erzdiözese Salzburg, überzeugt.

Salzburg/Tirol. „Jetzt beginnen wir mit der Einschulung der Wahlvorstände. Die Pfarrgemeinderatswahl am 19. März 2017 rückt näher, jetzt geht es darum, Kandidaten und Kandidatinnen zu finden und das heißt für mich, dass alle Pfarren auf Talentesuche gehen.“ Klaudia Achleitner ist Theologin und seit Herbst 2016 die neue Pfarrgemeinderatsreferentin der Erzdiözese Salzburg. „Ich habe das Referat und damit die Agenden von Wolfgang Müller übernommen. Ich bin also die Neue, vielen aber bereits bekannt durch meine Arbeit als Organisationsentwicklerin. Und genau um Entwicklung des Gremiums und seiner einzelnen Mitglieder geht es auch im Pfarrgemeinderat.“ 

Das Wahlmotto „Ich bin da.für“ haben alle Pfarrgemeinderatsreferenten Österreichs gemeinsam entwickelt, österreichweit wird am 19. März 2017 gewählt, man strebt eine Wahlbeteiligung von 20 Prozent an. „Jede Diözese hat ihre Besonderheiten, ihre Wahlmodelle und ihre Traditionen. Das Gemeinsame steht aber im Vordergrund. Der Pfarrgemeinderat ist kein anonymes Gremium, sondern hat ein Gesicht, besteht aus Individuen, die alle ihre Talente einbringen. Viele stehen schon seit drei Perioden im Dienste der Pfarre: Beteiligung und Konstanz, das sind wichtige Werte.“ 

Gesichter und Botschaften

Klaudia Achleitner sorgt dafür, dass „die Gesichter“ bekannt beziehungsweise bekannter werden, freut sich also sehr, dass die fünf Pfarrgemeinderäte der Erzdiözese Salzburg, die beim österreichweiten Fotoshooting in Linz dabei waren, möglichst häufig zu sehen sind. „Es macht einen Unterschied, ob ich das Gremium Pfarrgemeinderat mit einem Gesicht verknüpfen kann oder nicht. Unsere Models stehen für unterschiedliche Werte, sie stehen eben da.für, dass – ein Gesicht wird mit einer Botschaft und die Botschaft mit einer Pfarre verbunden, so stell ich mir das vor.“ Dass das Wahlmotto vom Gottesnamen „Ich bin der, der da ist“ abgeleitet ist, stellt Klaudia Achleitner immer wieder in den Vordergrund: „Da gibt es die Zusage Gottes, da zu sein. Diesen Bezug sehen auch die Pfarrgemeinderäte und -rätinnen und haben damit eine gute Arbeitsvorlage für die kommenden fünf Jahre. Wofür brennen sie? Wo wollen sie hin? Welche brisanten Themen wollen sie angehen?“

Neben Motivation und Unterstützung setzt Achleitner auf Wertschätzung und ein klares Danke. „Wir im Seelsorgeamt haben seit Sommer das Dankfest organisiert, um damit ein deutliches Zeichen zu setzen: Es ist nicht selbstverständlich, dass sich Frauen und Männer für andere einsetzen, ehrenamtlich in den Pfarren arbeiten, Leitung übernehmen, Verlässlichkeit leben und ihr Dafürsein in unzähligen Stunden zeigen. Es ist die Kultur des Dankens, an die wir erinnern wollen.“

Bunter Pfarrgemeinderat, bunte Kirche

Die Pfarrgemeinderatswahl ist ein organisatorischer Kraftakt und davor ein intensiver Vorgang des Zugehens auf Menschen. „Welche Talente braucht es im Pfarrgemeinderat? Wer ist nah bei den Menschen und möchte einfach gefragt werden? Wer steigt aus und wer kommt neu dazu? Jede Pfarre ist auf Kandidatensuche, aber es geht ja nicht bloß um Namen auf einem Formular, es geht um die Menschen, die in den kommenden fünf Jahren Pfarre prägen und gestalten.“ 

Klaudia Achleitner wird bis zum 19. März 2017 viel unterwegs sein, über Wahlmodelle reden, das Wahlmotto erläutern und dafür werben, eine möglichst breite Kandidatensuche zu starten. „Wer nur im engsten Kreis der Pfarre sucht, ist schnell durch. Je breiter wir suchen, je stärker wir unterschiedliche Milieus ansprechen, desto bunter der Pfarrgemeinderat und desto bunter die Kirche.“ Sagt sie, packt ihre Tasche und fährt in den Lungau.

Foto: Klaudia Achleitner ist Pfarrgemeinderatsreferentin in der Erzdiözese und zuständig für die PGR-Wahl 2017. Bis zum 19. März wird sie viel unterwegs sein: um Wahlmotto und Wahlmodelle zu erläutern oder für eine breite Kandidatensuche zu werben.